22 December 2025, 16:57

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Ein Mann im Anzug spricht mit Journalisten, die Mikrofone halten, im Hintergrund sind einige unscharfe Gestalten zu sehen.

Warum er Donald Trump nicht parodieren will - Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

Warum er Donald Trump nicht parodieren will

  1. Dezember 2025, 15:00 Uhr

Hape Kerkeling kehrt mit zwei neuen Filmen auf die große Leinwand zurück: Extrawurst und Horst Schlämmer findet das Glück. Der Komiker und Schauspieler äußert sich darin auch besorgt über das politische Klima in Deutschland – er kritisiert eine wachsende „seltsame Gleichgültigkeit“ und „geistige Erschöpfung“ in der Gesellschaft.

In Extrawurst schlüpft Kerkeling in die Rolle eines engstirnigen, korrupten und einfältigen Rheinländers, der einen Tennisclub leitet. Die Figur ist eine bewusste politische Stellungnahme und spiegelt seine Sorgen über die Entwicklung Deutschlands wider. Er warnt davor, dass das Land „gleichgültig in den Autoritarismus abrutschen“ könnte, und sieht die zunehmende Verrohnung der Online-Debatten als zentralen Faktor.

Kerkeling erklärt auch, warum er Donald Trump nicht parodieren möchte: Trump besitze keine liebenswerten oder sympathischen Züge. Im Gegensatz zu Persönlichkeiten wie Angela Merkel, die er früher nachgeahmt habe, brauche eine gelungene Parodie seiner Meinung nach eine gewisse Zuneigung zum Original. Gleichzeitig verteidigt er seinen Kollegen Thomas Gottschalk und bezeichnet die jüngste Kritik an dessen umstrittenen Äußerungen als übertrieben.

Doch Kerkelings Kritik geht über die Satire hinaus. Er beschreibt eine beunruhigende „geistige Müdigkeit“ in Deutschland – auch im Journalismus, wo er ein Nachlassen des kritischen Denkens beobachtet. Mit seinen beiden neuen Kinofilmen verbindet der Schauspieler Comedy mit scharfer Gesellschaftskritik. Seine Aussagen unterstreichen tiefe Sorgen über politische Gleichgültigkeit und den Zustand der öffentlichen Debatte. Kerkelings Rückkehr auf die Leinwand fällt in eine Zeit, in der er Deutschland vor ernsthaften kulturellen und politischen Herausforderungen sieht.