Wahlbetrugsverdacht in Düdingen: Ermittlungen wegen manipulierter Stimmzettel laufen
Enrico HerrmannWahlbetrugsverdacht in Düdingen: Ermittlungen wegen manipulierter Stimmzettel laufen
Die Wahlen in Düdingen stehen unter kritischer Beobachtung, nachdem Beamte mögliche Unregelmäßigkeiten gemeldet haben. Bei der jüngsten Abstimmung wurden die 50 Sitze des Generalrats neu vergeben, wobei Die Mitte ihre Führung behielt und die SVP Zuwächse verzeichnete. Doch nun gibt es Zweifel an der Fairness des Wahlverfahrens.
Erste Auffälligkeiten entdeckte das Wahlbüro bereits vergangenen Sonntag. Dutzende Stimmzettel wiesen ungewöhnlich ähnliche Handschriften auf, was den Verdacht auf Ballot Harvesting – in der Schweiz verbotene Stimmensammlung durch Dritte – aufkommen ließ. Die Behörden alarmierten umgehend die Bezirksverwaltung und leiteten den Fall an die Staatsanwaltschaft Freiburg weiter.
Nun prüfen die Ermittler, ob die mutmaßlichen Manipulationen das Wahlergebnis beeinflusst haben könnten. Die Staatsanwaltschaft konzentriert sich dabei auf mögliche Verstöße gegen Artikel 282bis des Schweizer Strafgesetzbuchs, der die unerlaubte Sammlung von Stimmen unter Strafe stellt. Stand 11. März 2026 laufen die Untersuchungen noch, ein Abschlussdatum steht bisher nicht fest.
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte das Ergebnis der Generalratswahlen einer erneuten Überprüfung unterzogen werden. Vorerst bleibt die Zusammensetzung des 50-köpfigen Gremiums unverändert, doch je nach Ermittlungsergebnis sind noch Änderungen möglich. Die Behörden schließen weitere Maßnahmen nicht aus.






