Volkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Harry GirschnerVolkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen bleibt profitabel, doch Anleger blicken skeptisch auf die künftigen Erträge des Konzerns. Die Aktie notiert mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für dieses Jahr und nur 3,0 für 2027. Sorgen um die langfristigen Aussichten der Automobilbranche in Asien lassen Investoren bei deutschen Autokonzernen zurückhaltend agieren.
Die Führungsetage von Volkswagen plant massive Stellenstreichungen, von denen potenziell bis zu 100.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten. Vier deutsche Standorte, darunter die Werke in Hannover und Emden, stehen vor einer möglichen Schließung. Die Arbeitnehmervertreter zeigte die Ankündigung völlig unvorbereitet.
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um die Vorschläge zu prüfen. Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro; der aktuelle Aktienkurs liegt bei 72,54 Euro.
Die geplanten Personalabbaumaßnahmen spiegeln die generellen Unsicherheiten in der Automobilindustrie wider. Das niedrige KGV von Volkswagen und die verhaltene Stimmung unter den Anlegern unterstreichen die bevorstehenden Herausforderungen. Die endgültigen Entscheidungen zu Stellenstreichungen und Werksschließungen werden nach der anstehenden Aufsichtsratssitzung fallen.
