VideoDays in Köln: Wie Creator die Zukunft des Online-Videos gestalten
Paula GumprichCologne VideoDays: Creator*innen setzen auf Vielfalt und Popkultur - VideoDays in Köln: Wie Creator die Zukunft des Online-Videos gestalten
Über 800 Content-Creator trafen sich diese Woche in Köln zur VideoDays
Auf dem Festival in dieser Woche ging es um die neuesten Trends im Online-Video – von ultrakurzen Clips bis hin zu stundenlangen Livestreams. Doch auch brisante Themen wie Desinformation und psychische Gesundheit in digitalen Räumen standen im Fokus.
Zu den prominenten Gästen zählten bekannte Namen der Creator-Szene: Die niederländische Beauty-Expertin NikkieTutorials teilte sich die Bühne mit deutschen Videomachern wie Tomatolix und laserluca. Die Veranstalter kündigten zudem die VideoDays Awards an, die in 19 Kategorien herausragende Talente würdigen werden.
Ein zentrales Thema war der Wandel in der Verbreitung digitaler Inhalte. Viele Formate erreichen zunächst online ein Publikum, bevor sie in klassische Medien vordringen. Unterdessen haben soziale Plattformen in den USA unabhängige Faktenchecks zurückgefahren und die Regeln gegen Hassrede gelockert.
Tobias Schiwek, Geschäftsführer der Agentur We Are Era, sprach sich gegen strengere EU-Vorgaben für soziale Medien aus. Statt Verbote zu verhängen, plädierte er für mehr Medienkompetenz als Mittel gegen schädliche Inhalte. Seine Äußerungen fielen in eine breitere Debatte über Nachhaltigkeit und die Auswirkungen der Online-Kultur.
Das Festival endete mit einem Appell für mehr Innovation und Verantwortung bei digitalen Inhalten. Die Teilnehmer nahmen Preise, neue Kontakte und anhaltende Diskussionen über die Zukunft des Online-Videos mit. Nächstes Jahr soll die Veranstaltung diese Gespräche vertiefen – in einer Branche, die sich rasant weiterentwickelt.