Versicherungsmarkt 2025 wächst überraschend stark trotz schwacher Wirtschaftslage
Paula GumprichVersicherungsmarkt 2025 wächst überraschend stark trotz schwacher Wirtschaftslage
Deutscher Versicherungsmarkt wächst 2025 kräftig – trotz schwacher Konjunktur
Trotz einer anhaltend schwachen Wirtschaftslage verzeichnete der deutsche Versicherungsmarkt 2025 ein starkes Wachstum. Die Prämieneinnahmen stiegen in fast allen wichtigen Sparten, wobei die Kfz-Versicherung erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen schrieb. Für 2026 rechnen Branchenvertreter jedoch nur noch mit moderaten Zuwächsen, da die wirtschaftlichen Herausforderungen bestehen bleiben.
Kfz-Versicherung als Wachstumstreiber Mit einem Plus von 13,4 % bei den Prämien führte die Kfz-Versicherung das Feld 2025 an. Dieser Anstieg ermöglichte der Sparte erstmals seit langem ein positives technisches Ergebnis – ein seltener Erfolg in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig stieg das Prämienvolumen in der privaten Krankenversicherung (PKV) um 7,3 % auf 54,4 Milliarden Euro.
Auch die Lebensversicherung legte zu und wuchs um 5,1 % auf 99,4 Milliarden Euro. Treiber dieses Anstiegs waren vor allem Einmalbeitragsverträge, die mit einem Plus von 16,9 % besonders stark zulegten. Insgesamt speiste sich das Prämienwachstum der Branche aus Inflationsanpassungen, einem boomenden Einmalbeitragsgeschäft und höheren Beiträgen in der Krankenversicherung.
2026: Verhaltener Optimismus Für das kommende Jahr erwartet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine Abschwächung des Wachstums. Die Schaden- und Unfallversicherung könnte demnach um 5,2 % zulegen, während die private Krankenversicherung ein Plus von 10,5 % verzeichnen dürfte. Die Lebensversicherung hingegen muss sich mit einem bescheidenen Wachstum von nur 1,1 % begnügen – gestützt durch einen Anstieg der Einmalbeiträge um 4,8 %.
Die Ergebnisse von 2025 unterstreichen die Widerstandsfähigkeit des deutschen Versicherungsmarkts angesichts wirtschaftlicher Belastungen. Doch angesichts anhaltender struktureller Schwächen fallen die GDV-Prognosen für 2026 verhaltener aus. Das Wachstum wird zwar anhalten, allerdings in einem langsameren und ungleichmäßigen Tempo über die verschiedenen Sparten hinweg.






