25 June 2026, 08:13

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – deutsche Bischöfe scheitern mit Reformantrag

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laienpredigten ab und löst Gegenreaktion von Laiengruppen aus

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – deutsche Bischöfe scheitern mit Reformantrag

Der Vatikan hat einen Antrag deutscher Bischöfe abgelehnt, Laien die Haltung von Predigten während der Messe zu gestatten. Kardinal Arthur Roche, der Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, begründete seine Ablehnung mit dem kanonischen Recht und bestehenden kirchlichen Vorgaben. Die Entscheidung stößt bei katholischen Gruppen in Deutschland auf Kritik.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte um Erlaubnis gebeten, in Ausnahmefällen Laienpredigten zuzulassen. Kardinal Roche verwies in einem Schreiben auf den Codex des Kanonischen Rechts sowie das Dokument Redemptionis Sacramentum von 2004. Beide Texte legen fest, dass nur Priester oder Diakone die Predigt während der Messe halten dürfen.

Die Absage erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen um den Synodalen Weg, einen Reformprozess in Deutschland. Diese Initiative hat unter anderem Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare und die Frauenweihe vorgeschlagen – Forderungen, die in Rom auf Skepsis stoßen. Papst Franziskus hatte zuvor gewarnt, der Synodale Weg drohe, sich eher von Ideologien als vom Glauben leiten zu lassen.

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Laienorganisationen reagierten mit scharfer Kritik. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDF) bezeichnete die Entscheidung als weiteren Beleg für die Ausgrenzung von Frauen aus zentralen Ämtern. Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), kündigte an, die Bischöfe in der Sache weiter zu drängen.

Die vatikanische Entscheidung bestätigt die geltende kirchliche Lehre zur Predigt. Die deutschen Bischöfe haben die Ablehnung akzeptiert, stehen aber unter Druck von Laienverbänden, sich weiterhin für Veränderungen einzusetzen. Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Gräben zwischen lokalen Reformbestrebungen und der Autorität des Vatikans.

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