04 January 2026, 16:41

Über 5,6 Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet – die Zahlen steigen dramatisch

Ein Plakat, das Menschen zeigt, die stehen und Taschen halten, mit drei Mastercards und einem Kapitelplanblatt daneben.

Über 5,6 Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet – die Zahlen steigen dramatisch

Überschuldung in Deutschland: Über 5,6 Millionen Menschen betroffen – ein Anstieg um 111.000 im Vergleich zum Vorjahr

Die finanzielle Not in der Bevölkerung nimmt weiter zu: Immer mehr Menschen kämpfen mit Schulden, Stress und Unsicherheit. Experten warnen, dass selbst kleine Kredite zur Belastung werden können, wenn Kreditnehmer nicht sorgfältig planen.

Schuldenberaterin Sandra Meyer rät, zunächst einen klaren Überblick über monatliche Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Durch eine Aufschlüsselung der Kosten in Kategorien wie Miete, Lebensmittel und Verkehr ließen sich Einsparpotenziale erkennen. Besonders wichtig sei es, zunächst die grundlegenden Lebenshaltungskosten wie Wohnen und Nebenkosten abzusichern.

Viele Betroffene schämen sich für ihre Schulden und versuchen, das Problem allein zu lösen – was die Situation oft verschlimmert. Meyer warnt vor dieser Isolation und empfiehlt, frühzeitig Hilfe zu suchen. Sofortmaßnahmen wie der Verzicht auf unnötige Ausgaben oder die Beantragung staatlicher Unterstützung könnten die Last verringern. Neue Regelungen zur Schuldenbewältigung sind in Vorbereitung, doch Details stehen noch aus. Budget-Apps bieten zwar Unterstützung, Nutzer sollten jedoch vor der Weitergabe sensibler Finanzdaten die Datenschutzbestimmungen prüfen.

Besonders belastend ist die Situation für Haushalte mit Immobilienkrediten: Aktuelle Zahlen zeigen, dass rund 26 Prozent der Haushalte 2025 mit Darlehen oder Hypotheken belastet sein werden.

Die Zahl der Überschuldeten steigt weiter, wobei auch Kleinstkredite die finanzielle Not verstärken können. Klare Budgetplanung und frühzeitiges Handeln helfen, größere Probleme zu vermeiden. Behörden und Beratungsstellen fordern weiterhin bessere Unterstützungssysteme für Betroffene.