16 December 2025, 13:06

TeamViewer feiert 20 Jahre mit KI-Strategie – doch die Aktie stürzt ins Jahrestief

Ein Brett, auf dem Fahrzeuge auf der Straße, Gebäude und ein Flugzeug am Himmel zu sehen sind.

TeamViewer feiert 20 Jahre mit KI-Strategie – doch die Aktie stürzt ins Jahrestief

TeamViewer-Aktie: Feiern unter Druck

TeamViewer präsentiert zum Jubiläum KI-Strategie, kämpft aber mit Integrationsproblemen und einer herabgestuften Jahresprognose – der Aktienkurs rutscht auf Jahrestief.

  1. Dezember 2025, 10:56 Uhr

Handel, Finanzen, Wirtschaft, Künstliche Intelligenz, Technologie

TeamViewer hat sein 20-jähriges Bestehen mit der Vorstellung einer neuen KI-Strategie begangen. Dazu gehören die Einführung eines KI-Assistenten namens Tia sowie der Schwerpunkt auf autonomes Endpoint-Management. Dennoch halten die Kursprobleme des Unternehmens an: Seit Januar hat die Aktie über 41 Prozent an Wert verloren.

Der deutsche Softwarekonzern verzeichnete im dritten Quartal zwar ein Plus von 8 Prozent bei den Unternehmensumsätzen. Dennoch senkte er die Prognose für die wiederkehrenden Jahreserträge (ARR) auf 780 bis 800 Millionen Euro. Die Anleger reagierten enttäuscht und trieben den Kurs nahe an das 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro. Am Freitag schloss die Aktie bei 5,67 Euro, wobei technische Indikatoren eine deutliche Überverkauft-Situation anzeigten (RSI: 27,6).

Die Einschätzungen der Analysten zu TeamViewer gehen auseinander. Während die Bank of America die Aktie mit einem Kursziel von 16,30 Euro weiter mit „Kaufen“ bewertet, senkte Berenberg ihr Ziel auf 11 Euro. Dr. Christian T. Langer von Warburg Research nannte die schwache Performance der US-Tochter sowie der übernommenen 1E-Sparte als Hauptgründe für den Rückgang.

Für 2026 bleibt die Prognose verhalten: Das Umsatzwachstum wird nun nur noch auf 2 bis 6 Prozent geschätzt – deutlich unter den früheren Erwartungen.

Mit der KI-Strategie, zu der Tools wie Tia und automatisierte Verwaltungsfunktionen gehören, will TeamViewer sein Geschäft neu beleben. Doch anhaltende Herausforderungen im US-Geschäft und gedämpfte Wachstumsaussichten belasten die Aktie weiter. Ob der neue Kurs die Anleger überzeugen kann, wird sich in den nächsten Schritten zeigen.