26 January 2026, 22:50

Südwestdeutsche Unternehmen erwarten schwieriges Exportjahr mit Rückgängen in USA und Eurozone

Ein Balkendiagramm mit der Überschrift "Weltweite Exporte nach Produkt 2015", das die Exportmengen verschiedener Produkte weltweit im Jahr 2015 zeigt, wobei jedes Produkt durch eine Säule dargestellt wird.

Südwest-Unternehmen schauen skeptisch auf Exportgeschäft - Südwestdeutsche Unternehmen erwarten schwieriges Exportjahr mit Rückgängen in USA und Eurozone

Unternehmen in Südwestdeutschland stellen sich auf ein schwieriges Exportjahr ein. Während einige Regionen vorsichtig optimistisch sind, rechnen die meisten Firmen mit Rückgängen in wichtigen Absatzmärkten wie den USA und der Eurozone. Nur ein kleiner Teil der Unternehmen erwartet in den nächsten zwölf Monaten ein Wachstum bei den Ausfuhren ins Ausland.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass lediglich 24 Prozent der Betriebe in Südwestdeutschland mit steigenden Exporten im kommenden Jahr rechnen. Besonders düster fällt die Prognose für die USA aus: Dort erwarten 45 Prozent der Unternehmen sinkende Umsätze. Dennoch bleibt der US-Markt von zentraler Bedeutung – immerhin gehen 21 Prozent der Exporteure von höheren Erlösen aus.

In der Eurozone zeigt sich ein gemischtes Bild: Während 21 Prozent der Firmen mit wachsenden Ausfuhren innerhalb des Währungsraums rechnen, befürchten 24 Prozent einen Rückgang. Insgesamt erwarten 28 Prozent der Unternehmen in der Region, dass ihre Gesamtexporte in den nächsten zwölf Monaten schrumpfen werden. Mittel- und Südamerika bilden eine seltene Ausnahme. Fortschritte bei der Ratifizierung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens wecken Hoffnungen – 18 Prozent der Betriebe rechnen dort mit steigenden Absätzen. Gleichzeitig bleiben 81 Prozent der Industrieunternehmen in Südwestdeutschland trotz der Herausforderungen auf den Exportmärkten aktiv.

Die übergeordneten Trends deuten darauf hin, dass sich Industriebetriebe in den westdeutschen Regionen auf eine schwache Auslandsnachfrage im Jahr 2026 einstellen. Die Exporte in die USA sanken 2025 um über sieben Prozent auf 150 Milliarden Euro – vor allem wegen strengerer US-Handelspolitik. Auch die Lieferungen nach China gingen um zehn Prozent auf 81 Milliarden Euro zurück, da dort zunehmend auf heimische Produkte gesetzt wird. Als Reaktion verlagern viele Unternehmen ihren Fokus auf Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie auf asiatische Märkte außerhalb Chinas und spezialisierte Technologiedienstleistungen.

Die Exportaussichten für Südwestdeutschland bleiben unsicher, wobei mehr Unternehmen mit Rückgängen als mit Wachstum rechnen. Zwar bieten sich in Mittel- und Südamerika einige Chancen, doch der allgemeine Trend deutet auf eine nachlassende Nachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten hin. Die Unternehmen passen ihre Strategien an, doch die Gesamtprognose für das kommende Jahr bleibt verhalten.