07 February 2026, 20:32

Stuttgarts Inklusionsbüro verzeichnet Rekordnachfrage – wie Barrieren fallen

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält eine 'Menschenrechte'-Schleife und verschiedene Plakate, mit Bäumen, Laternen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Stuttgarts Inklusionsbüro verzeichnet Rekordnachfrage – wie Barrieren fallen

Inklusionsbeauftragte der Stadt Stuttgart verzeichnet steigende Nachfrage nach Beratung

Das Büro der Inklusionsbeauftragten in Stuttgart hat im Jahr 2025 einen Anstieg der Anfragen verzeichnet. Das Team bearbeitete 116 Fälle – ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die seit 2016 aktive Stelle setzt sich weiterhin für mehr Barrierefreiheit in der gesamten Stadt ein.

Die Behörde fungiert als unabhängige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen. Sie unterstützt unter anderem bei Anträgen auf Schwerbehindertenausweise, bei der Bereitstellung barrierefreier Parkplätze und bei der Beseitigung von Hindernissen im öffentlichen Raum. Weitere Schwerpunkte sind inklusive Kulturangebote sowie die Förderung von Assistenzhunden, Gebärdensprache und Braille-Schrift.

Mit kreativen Projekten wird die Barrierefreiheit vorangetrieben. Initiativen wie "BrickRamps" oder ein Designwettbewerb für Parkplätze zielen darauf ab, physische Barrieren abzubauen. Zudem organisierte das Büro die Konferenz "Schön hier… aber hast du schon mal barrierefrei gelebt?" um Eigentümer:innen und Investor:innen für inklusives Bauen zu sensibilisieren.

In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Smart-City-Projekt wurde LocID als Pilotprojekt eingeführt – ein digitales Tool für sehbehinderte Bürger:innen. Oliver Arnold, der dienstälteste Behindertenbeauftragte der Stadt, berät bei diesen Maßnahmen und hilft, Barrieren abzubauen. Der vollständige Jahresbericht 2025 – inklusive Audiofassung und Leichter Sprache – ist unter http://disability.ourwebsite.de abrufbar.

Neben der Inklusionsbeauftragten bieten lokale Einrichtungen Unterstützung an, darunter FortSchritt Ulm/Neu-Ulm e.V., der ASB Ulm für Autismus-Hilfe, die Stiftung Lebenshilfe Donau-Iller sowie Donum Vitae in Neu-Ulm.

Die Arbeit des Büros hat in Ulm bereits spürbare Veränderungen bewirkt – von digitalen Lösungen bis hin zu baulichen Anpassungen. Angesichts der steigenden Fallzahlen bleibt seine Rolle als Ombudsstelle und Beratungsinstanz unverzichtbar. Der Jahresbericht 2025 und laufende Projekte zeigen: Der Einsatz für Inklusion in der Stadt geht weiter.