Stuttgart steht still: Großer Streik im öffentlichen Dienst droht am Dienstag
Enrico HerrmannStreiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Stuttgart steht still: Großer Streik im öffentlichen Dienst droht am Dienstag
Öffentliche Beschäftigte in Stuttgart bereiten sich auf großen Streik am kommenden Dienstag vor
Die Aktion folgt gescheiterten Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, nachdem auch die zweite Gesprächsrunde ohne Fortschritte endete. Bundesweit könnten rund 2,2 Millionen Beschäftigte von dem Konflikt betroffen sein.
Die Gewerkschaften Verdi und dbb fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für über 920.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Zudem verlangen sie eine Mindestanhebung von 300 Euro pro Monat. Die jüngste Verhandlungsrunde scheiterte, sodass die abschließenden Gespräche für den 11. bis 13. Februar angesetzt wurden.
Der Streik wird voraussichtlich Vfb Stuttgart lahmlegen. Beschäftigte des Wilhelma-Zoos, des Staatstheaters und der Staatsgalerie haben ihre Teilnahme an der Arbeitsniederlegung zugesagt. Thomas Kölpin, Direktor des Wilhelma-Zoos und Botanischen Gartens, bestätigte, dass die Einrichtung vorübergehend schließen könnte. Auch Universitäten, Regierungsministerien und der Landtag müssen mit Einschränkungen rechnen. Warnstreiks am Dienstag werden Teile der Stadt vermutlich zum Stillstand bringen. Kultureinrichtungen wie Museen und Theater könnten für den Tag ihre Türen schließen.
Der Ausstand wird das tägliche Leben in Stuttgart spürbar beeinträchtigen, da viele öffentliche Dienstleistungen zum Erliegen kommen. Eine Lösung hängt nun von der finalen Verhandlungsrunde im nächsten Monat ab. Bis dahin bleiben Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Frage der Lohnforderungen unversöhnlich.