Stromschlag am Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter lebensgefährlich verletzt
Paula GumprichStromschlag am Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter lebensgefährlich verletzt
Schwerer Bahnunfall am Bahnhof Böbingen am 22. Mai 2025
Bei Bauarbeiten am Bahnhof Böbingen haben am 22. Mai 2025 zwei Arbeiter lebensgefährliche Verletzungen durch einen Stromschlag in der Nähe von Gleis 3 erlitten. Der Vorfall ereignete sich während Entwässerungsarbeiten, als ihre Ausrüstung zu nah an die Oberleitung geriet.
Gegen 14:20 Uhr waren die beiden Männer mit Drainagearbeiten beschäftigt, als eine von ihnen gehaltene Messlatte den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zur Oberleitung unterschritt. Dadurch entstand ein Lichtbogen, der beide Arbeiter traf und schwere Verbrennungen sowie Verletzungen verursachte.
Oberleitungen von Zügen führen eine Spannung von 15.000 Volt und sind daher extrem gefährlich. Selbst ohne direkten Kontakt können sie tödliche Stromschläge auslösen. Unbefugtes Betreten oder Arbeiten in der Nähe von Gleisanlagen birgt ein hohes Risiko – insbesondere, wenn lebende Stromquellen in der Nähe sind.
Die Verletzten wurden per Rettungshubschrauber in nahegelegene Krankenhäuser geflogen und notfallmedizinisch versorgt. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen, unter anderem zur Frage möglicher Fahrlässigkeit. Solche Vorfälle sind zwar selten, doch erst am 5. März 2026 hatte es in Hamburg einen ähnlichen Fall gegeben: Ein 16-Jähriger erlitt schwere Stromschlagverletzungen, nachdem er auf einen Zug geklettert war.
Der Unfall in Böbingen unterstreicht die extremen Gefahren, die von Arbeiten in der Nähe aktiver Bahninfrastruktur ausgehen. Die Behörden betonen erneut die Bedeutung strenger Sicherheitsvorkehrungen beim Umgang mit Oberleitungen. Die Ermittlungen sollen klären, ob vor dem Vorfall alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten wurden.






