Steiff gibt Mehrheit an Ravensburger ab – doch der Teddybär bleibt unabhängig
Harry GirschnerSteiff gibt Mehrheit an Ravensburger ab – doch der Teddybär bleibt unabhängig
Steiff, der legendäre deutsche Spielwarenhersteller und Erfinder des Teddybären, verkauft eine Mehrheit seiner Anteile an die Ravensburger AG. Die familiengeführte Steiff Beteiligungsgesellschaft hat zugestimmt, 60 Prozent ihrer Aktien zu übertragen. Mit diesem Schritt soll die langfristige Zukunft der Marke gesichert werden, ohne ihre Unabhängigkeit aufzugeben.
Durch die Transaktion wird Ravensburger, ein etablierter Name in der Spielwarenbranche mit rund 2.600 Mitarbeitern, zum strategischen Investor. Steiff, das etwa 800 Beschäftigte zählt, wird auch unter der neuen Eigentümerstruktur eigenständig weitergeführt.
Die Kanzlei Noerr beriet Steiff bei dem Geschäft. Zum Beraterteam gehörten Alexander Hirsch, Gerrit Henze, Julius Heimann, Melissa Lukas, Musab Cavunmirza, Alexander Birnstiel, Annika-Kristin Stamer, Paula Link, Tim Behrens, Elena Sophia Bideris, Andre Happel und Thomas Renner.
Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Die Behörden werden voraussichtlich innerhalb der üblichen Prüfungsfrist grünes Licht geben. Nach Abschluss der Transaktion wird Ravensburger 60 Prozent an Steiff halten, während die Gründerfamilie eine Minderheitsbeteiligung behält. Die Partnerschaft soll Steiffs Marktposition stärken und gleichzeitig das Erbe sowie die Eigenständigkeit des Unternehmens bewahren.
