11 January 2026, 06:48

SSV Ulm steckt tief in der Krise – vier Pleiten in Folge und wütende Fans

Eine Gruppe von Menschen beim Fußballspielen.

SSV Ulm steckt tief in der Krise – vier Pleiten in Folge und wütende Fans

SSV Ulm befindet sich in einer schwierigen Phase in der 2. Bundesliga. Nach vier Niederlagen in Folge liegt die Mannschaft auf Platz 18, nur zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Zwar gibt es finanzielle Rücklagen, doch Verletzungen und personelle Probleme aus dem Sommer belasten die Situation zusätzlich. Die Probleme des Vereins haben sich nach einem Transferfenster im Sommer verschärft, das die Mannschaftsplanung nicht ausreichend verbessern konnte. Leistungsträger wie Jo Reichert, Jonas David und Dominik Martinović fallen seit Langem verletzungsbedingt aus. Diese Ausfälle schwächen das Team in entscheidenden Phasen. Geschäftsführer Markus Thiele, zuständig für Kaderplanung und Trainernominierungen, sieht sich zunehmend mit Kritik der Fans konfrontiert. Vereinspräsident Thomas Oelmayer hat inzwischen Teile der Führungsaufgaben übernommen, um Thiele zu entlasten. Trotz der Unzufriedenheit unter den Anhängern betont Oelmayer, eine Entlassung Thieles sei "keine Option" – ein adäquater Nachfolger stehe ohnehin nicht bereit. Im vergangenen Jahr verbuchte der SSV Ulm einen Gewinn von 1,9 Millionen Euro, sodass im Januar Mittel für Verstärkungen zur Verfügung stehen. Zwar wurden noch keine konkreten Wintertransfers bekannt gegeben, doch der Klub plant, das vorhandene Budget für Neuzugänge zu nutzen. Mit der aktuellen Form befindet sich die Mannschaft in einer prekären Lage, in der kaum noch Spielraum für Fehler bleibt. Die finanzielle Absicherung bietet zwar die Chance, den Kader im Wintertransferfenster zu verbessern, doch Verletzungen und frühere Planungsfehler stellen die Widerstandsfähigkeit des Teams weiterhin auf die Probe. Vorerst setzt der Verein darauf, die sportliche Wende ohne einen Wechsel in der Führungsetage zu schaffen.