19 March 2026, 20:19

Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und Reformen im Spitzensport

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin mit Fenstern, einer Tür, Bäumen und Bannern vor einem bewölkten Himmel.

Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und Reformen im Spitzensport

Sportministerinnen und Sportminister aus ganz Deutschland trafen sich auf Norderney zur 53. Sportministerkonferenz (SMK). Unter der Leitung von Theresa Schopper (Baden-Württemberg) standen zentrale Themen wie die Fitness von Kindern, die Förderung des Spitzensports und die Zukunft der Nordischen Kombination der Frauen im Mittelpunkt. Zudem berieten die Verantwortlichen über Pläne für einen Nationalen Aktionsplan, um die Bewegung von Jugendlichen zu stärken.

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Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit einem Appell für einen kulturellen Wandel, um Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren. Sie forderte einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport, der bisher jedoch von keinem Bundesland offiziell unterstützt wird. Andy Grote, Hamburger Sportsenator, unterstrich die Dringlichkeit und drängte auf schnelle Maßnahmen, um die Aktivitätslevel von jungen Menschen zu erhöhen.

Die Tagesordnung umfasste weitere Themen jenseits der Jugendfitness. Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport im Bund, stellte Pläne für ein Zentrum für sicheren Sport vor und kündigte Aktualisierungen des Sportfördergesetzes an. Dieses soll die Rahmenbedingungen für Spitzensportler verbessern und eine stabilere finanzielle Unterstützung sichern. Daniela Behrens, Niedersachsens Sportministerin, begrüßte diese Beschlüsse und betonte, dass sie Sportvereinen mehr Rechtssicherheit und finanzielle Planungssicherheit bieten würden.

Armin Schuster, Sächsischer Sportminister, kritisierte den Ausschluss der Nordischen Kombination der Frauen von den Olympischen Spielen 2026. Er setzte sich für die Aufnahme des Wettbewerbs ein und verwies auf den Erfolg der Initiative "Jugend trainiert" als Beleg für dessen Bedeutung. Schuster mahnte zudem zügige Fortschritte beim Sportfördergesetz und die Schaffung einer unabhängigen Agentur für den Leistungssport an.

Während der nationale Plan noch in der Entwicklung ist, setzen einige Bundesländer bereits eigene Programme um. Das "1000 x 1000"-Projekt in Nordrhein-Westfalen, die Kampagne "Kein Kind ohne Sport" in Schleswig-Holstein und der Rahmenvertrag in Baden-Württemberg zielen darauf ab, junge Menschen für Sport zu begeistern. Diese Initiativen laufen jedoch unabhängig von der geplanten bundesweiten Strategie, die auf der 54. SMK in Konstanz weiter beraten wird.

Die Konferenz endete mit der Vereinbarung, das Zentrum für sicheren Sport einzurichten und das Sportfördergesetz voranzutreiben. Die Ministerinnen und Minister bekräftigten zudem die Notwendigkeit eines Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendsport, ohne dass bisher konkrete Zusagen der Länder vorliegen. Die nächsten Schritte werden auf der 54. SMK in Konstanz diskutiert, wo mögliche konkrete Maßnahmen Gestalt annehmen könnten.

Quelle