17 February 2026, 16:33

Spendenaktion für Markus W.: Warum Gil Ofarim die 20.000 Euro noch immer nicht zahlt

Ein Blatt Papier mit dem Text "John Hilton, at No. 67, West Smithfield, London" darauf geschrieben.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Spendenaktion für Markus W.: Warum Gil Ofarim die 20.000 Euro noch immer nicht zahlt

Ein Social-Media-Influencer hat eine Spendenaktion für Markus W. ins Leben gerufen, den Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt wurde. Die Kampagne soll W. unterstützen, während er auf die seit langem ausstehende Zahlung von 20.000 Euro durch Ofarim wartet – Teil einer gerichtlichen Einigung aus dem vergangenen Jahr. Unterdessen hat Ofarims jüngster Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! – für den er 400.000 Euro erhielt – die öffentliche Debatte über den ungelösten Fall neu entfacht.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. der Diskriminierung bezichtigte, nachdem der Hotelangestellte ihn aufforderte, seinen Zimmerschlüssel vorzuzeigen. Ofarim behauptete, die Bitte sei antisemitisch motiviert gewesen, und verwies dabei auf seine Davidstern-Halskette. Erste Berichte führten zu öffentlichem Misstrauen gegenüber W., doch spätere Ermittlungen – darunter Zeugenaussagen und Videoanalysen – bewiesen seine Unschuld.

Bis 2023 musste Ofarim eine gerichtlich angeordnete Entschuldigung veröffentlichen, das belastende Video löschen und sich verpflichten, W. 20.000 Euro Schadensersatz sowie eine Spende von 10.000 Euro zu zahlen. Doch die Zahlung steht weiterhin aus: Ofarims Anwalt erklärte, die Überweisung erfolge erst, sobald der Sänger über "flüssige Mittel" verfüge. Diese Verzögerung folgt auf Ofarims jüngste Einnahmen in Höhe von 400.000 Euro aus Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, darunter 100.000 Euro Siegprämie.

Die öffentliche Unterstützung für W. wächst, befeuert durch seine Interviews – etwa in der Zeit –, in denen er Ofarims Verhalten als selbstviktimisierend beschrieb. Die Spendenaktion des Influencers gewinnt zunehmend an Fahrt; die Gelder sind für W.s Familie, die Initiative HateAid (eine Nichtregierungsorganisation, die sich gegen Hass im Netz engagiert), sowie den Leipziger Verein Minilöwen, der Frühchen unterstützt, vorgesehen. Der Influencer hat volle Transparenz nach Abschluss der Kampagne zugesichert.

Ofarim hingegen hat sich weder zur ausstehenden Zahlung geäußert noch für seine Äußerungen in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! entschuldigt, in denen er seine frühere Entschuldigung herunterspielte. Der Fall bleibt weiter im Fokus der Öffentlichkeit, während W. auf eine Lösung wartet.

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Die Spendenaktion bietet W. vorläufig finanzielle Entlastung, während die 20.000 Euro aus dem Vergleich noch ausstehen. Ein Teil der gesammelten Mittel fließt an seine Familie, HateAid und die Minilöwen. Unklar bleibt, wann Ofarim die Zahlung leisten wird – die öffentliche Kritik an ihm hält indes an.