SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
Enrico HerrmannJusos fordern Mitgliederbefragung nach SPD-Wahlschlappe - SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab
SPD in Baden-Württemberg erleidet historisches Wahldebakel
Bei der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die SPD ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten eingefahren. Mit nur noch 5,5 Prozent der Stimmen verzeichnet die Partei einen drastischen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Am Wahlabend kündigte Landesvorsitzender Andreas Stoch an, sowohl von seinem Parteiamt als auch aus dem Landtag zurückzutreten.
Die SPD in Baden-Württemberg verliert seit 2016 kontinuierlich an Zustimmung. Damals hatte sie noch 12,7 Prozent der Stimmen geholt, verlor aber ihren zweiten Platz. 2021 sackte die Partei weiter auf 9,7 Prozent ab und rutschte damit auf den sechsten Platz hinter CDU, Grüne, FDP, AfD und Freie Wähler.
Das aktuelle Ergebnis von 5,5 Prozent löst nun Forderungen nach einem radikalen Wandel aus. Der Parteinachwuchs, die Jusos, drängt auf einen kompletten Führungswechsel. Daniel Krusic, Landesvorsitzender der Jusos, erklärte, die heutige Parteispitze sei nicht in der Lage, den Niedergang der SPD zu stoppen.
Die Jusos fordern eine Urwahl unter allen Mitgliedern, um den nächsten Vorsitzenden zu bestimmen. Erneuerung müsse "von der Basis aus, vom Herzen unserer Mitgliedschaft" kommen und nicht von oben verordnet werden, betonen sie.
Mit Stochs Rücktritt steht die SPD in Baden-Württemberg ohne klare Nachfolge da. Der Vorstoß der Jusos für eine Mitgliederbefragung könnte die Art und Weise verändern, wie die Partei künftig ihre Führung wählt. Das Wahlergebnis zeigt deutlich: Die SPD muss ihre Unterstützung zurückgewinnen – oder riskiert weitere Verluste.






