Skandal an Uni Freiburg: 15 Jahre heimliche Kamera-Aufnahmen erschüttern Vertrauen
Paula GumprichSkandal an Uni Freiburg: 15 Jahre heimliche Kamera-Aufnahmen erschüttern Vertrauen
Versteckte Kamera-Affäre an der Universität Freiburg erschüttert die akademische Welt
An der Universität Freiburg hat ein Skandal um versteckte Kameras die Wissenschaftsgemeinde schockiert. Ein ehemaliger akademischer Berater filmte über einen Zeitraum von 15 Jahren heimlich zahlreiche Frauen – Schätzungen zufolge könnten mehrere hundert Opfer betroffen sein. Der Fall kam nach einem Gerichtsurteil am 9. März 2026 ans Licht und löste Forderungen nach sofortigem Handeln aus.
Der Skandal wirft schwere Fragen auf, wie solche Straftaten über Jahre hinweg unentdeckt bleiben konnten. Die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast fordert eine lückenlose und transparente Aufklärung der Vorfälle sowie eine Überprüfung des Umgangs der Universität mit der Situation. Sie kritisiert die Institution scharf dafür, Studierende und Mitarbeiter nicht ausreichend geschützt zu haben, und verlangt strengere Schutzmaßnahmen sowie klarere Meldestrukturen.
Der Schweizer Bundesrat reagierte bereits am 25. Februar 2026 und bewilligte Solidaritätszahlungen in Höhe von 50.000 Franken pro Opfer. Zudem wurde ein Runden Tisch eingerichtet, um außergerichtliche Einigungen zu erleichtern – die Bundesregierung stellte hierfür bis zu 20 Millionen Franken bereit. Die Universität ihrerseits kündigte an, sich enger mit der Campusgemeinschaft auszutauschen und interne Reformen einzuleiten, um künftige Vorfälle zu verhindern.
Saint-Cast betont, dass nun Transparenz, Rechenschaftspflicht und Opferunterstützung absolute Priorität haben müssten. Ziel sei es, das Vertrauen wiederherzustellen und sicherzustellen, dass ähnliches Fehlverhalten frühzeitig erkannt werde.
Bereits jetzt erhalten Betroffene finanzielle Unterstützung durch staatlich geförderte Vergleichszahlungen. Die Universität will sich in den nächsten Schritten auf Prävention konzentrieren, darunter verbesserte Schutzkonzepte und zugängliche Meldewege. Die Behörden prüfen weiterhin, wie viele Personen betroffen sind und wie es über einen so langen Zeitraum zu diesen Verstößen kommen konnte.






