Sechsjähriges Mädchen in Rulantica entführt – Täter flüchtete nach Rumänien
Paula GumprichAlbtraum am Rulantica-Pool: Wie der Sechsjährige verschwand - Sechsjähriges Mädchen in Rulantica entführt – Täter flüchtete nach Rumänien
Im August 2023 verschwand ein sechsjähriges Mädchen spurlos aus dem Wasserpark Rulantica, während sich ihre Familie in der Nähe aufhielt. Zuletzt wurde sie an einem Stand für temporäre Tattoos gesehen, bevor sie innerhalb weniger Augenblicke wie vom Erdboden verschluckt wurde. Der Vorfall löste eine frenetische Suchaktion aus und führte später zu einem Prozess mit schweren Vorwürfen der Entführung und Körperverletzung.
Das Mädchen war mit seinem Vater unterwegs, als es verschwand. Ihre Mutter spielte zu diesem Zeitpunkt mit dem jüngeren Geschwisterkind. Augenzeugen berichteten, dass sich ein 31-jähriger Rumäne dem Kind genähert habe, mit dem Angebot, ein Taxi zu rufen, um es mit seinen Eltern zusammenzuführen. Stattdessen führte er es aus dem Poolbereich in ein Maisfeld.
Der Beschuldigte soll versucht haben, dem Kind Kokain einzuflößen, doch es weigerte sich. Als er es angreifen wollte, sagte sie zu ihm: "Du bist überhaupt kein guter Mensch." Daraufhin warf er sie in ein Gebüsch am Straßenrand und floh, während das Mädchen allein im Wald zurückblieb.
Fast zwei Stunden später fanden Rettungskräfte das Kind erschöpft, leicht verletzt und völlig verängstigt – immer noch nur mit Bikini und Badeschuhen bekleidet. Der Verdächtige tauchte unter, wurde jedoch eine Woche später in Rumänien festgenommen. Die Behörden sicherten Kleidungsstücke, die er angeblich während der Tat getragen hatte.
Als Reaktion kündigte der Betreiber Europa-Park, zu dem Rulantica gehört, im Oktober 2025 verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an. Dazu zählen Armbänder für Ein- und Ausgänge sowie verbesserte Überwachung und Zugangskontrollen.
Der Prozess gegen den angeklagten Mann läuft noch; die Anklagepunkte umfassen Entführung und Körperverletzung. Der Wasserpark hat seitdem seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Die Qualen des Mädchens dauerten Stunden, bis es gefunden wurde – der Fall löste eine breitere Debatte über den Kinderschutz in öffentlichen Räumen aus.