Schwerer Crash nach mutmaßlichem Straßenrennen auf der B27 bei Bad Friedrichshall
Paula GumprichSchwerer Crash nach mutmaßlichem Straßenrennen auf der B27 bei Bad Friedrichshall
Schwerer Unfall nach mutmaßlichem Straßenrennen auf der B27 bei Bad Friedrichshall
Am Sonntagabend ereignete sich auf der Bundesstraße 27 in der Nähe von Bad Friedrichshall ein schwerer Zusammenstoß nach rücksichtslosem Fahrverhalten im Stil illegaler Autorennen. Zwei Fahrzeuge – ein Audi A5 und ein Opel Tigra – kollidierten. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet.
Beteiligt waren ein 39-jähriger Fahrer des Audi A5 und ein 20-jähriger Lenker des Opel Tigra. Augenzeugen berichteten, beide Wagen hätten kurz vor dem Crash stark beschleunigt. Der Audi-Fahrer bremste abrupt, um einen Zusammenstoß mit einem Polizeifahrzeug zu vermeiden, doch der Opel-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und prallte auf den Audi auf.
Drei Personen erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen. Die Beamten vor Ort entdeckten in beiden Fahrzeugen Betäubungsmittel. Die Fahrer mussten Blutproben abgeben; ihre Führerscheine und Mobiltelefone wurden beschlagnahmt.
Der Sachschaden an den Fahrzeugen und dem umliegenden Eigentum wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Zwar gilt in dem Abschnitt ein Tempolimit von 80 km/h, doch die Ermittler gehen davon aus, dass beide Fahrer deutlich schneller unterwegs waren. Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg hat die weiteren Untersuchungen übernommen.
Die baden-württembergische Polizei geht seit Jahren verstärkt gegen illegale Straßenrennen vor. Allein in Ludwigsburg und Mannheim wurden zwischen 2025 und 2026 insgesamt 41 solche Vorfälle registriert. Üblicherweise werden in solchen Fällen Führerscheine und Fahrzeuge eingezogen, während die Behörden Daten auswerten, um besonders gefährdete Abschnitte für gezielte Kontrollen zu identifizieren.
Die Ermittlungen zum Unfall laufen noch. Den beiden Fahrern drohen nun mögliche Anklagen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Drogenbesitzes. Die Polizei bleibt wachsam und überwacht weiterhin illegale Rennaktivitäten in der Region.






