Schwere Vorwürfe: Unternehmer soll Sozialabgaben und Corona-Hilfen veruntreut haben
Enrico HerrmannSchwere Vorwürfe: Unternehmer soll Sozialabgaben und Corona-Hilfen veruntreut haben
Am 30. März muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg verantworten
Zwischen März 2020 und November 2021 soll der Angeklagte mehrere Arbeitnehmer beschäftigt haben, ohne sie bei den Sozialversicherungsträgern anzumelden. In diesem Zeitraum wird ihm vorgeworfen, rund 188.000 Euro an Sozialabgaben vorenthalten zu haben. Zudem soll er mehrfach Löhne einbehalten und veruntreut haben.
Im Frühling 2020 beantragte der Mann unter falschen Angaben staatliche Corona-Nothilfen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, auf diese Weise etwa 60.000 Euro an Subventionen erschlichen zu haben. Ab 9 Uhr werden diese Vorwürfe in der Hauptverhandlung detailliert geprüft.
Der Fall geht auf Ermittlungen zu den finanziellen und arbeitsrechtlichen Praktiken des Unternehmens zurück. Die Behörden haben Beweise für nicht angemeldete Beschäftigte, ausstehende Sozialabgaben und den Missbrauch von Pandemie-Hilfsgeldern gesammelt.
Im Prozess wird geklärt, ob der Angeklagte sich der Subventionsbetrugs, der Sozialversicherungsvergehen und des Lohnbetrugs schuldig gemacht hat. Bei einer Verurteilung drohen ihm empfindliche Strafen. Das Urteil könnte zudem Auswirkungen auf die künftige Durchsetzung von Arbeits- und Subventionsrecht in ähnlichen Fällen haben.






