21 February 2026, 12:41

Schwarz-Rot am Abgrund: Warum die Koalition ohne SPD keine Zukunft hat

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, mit erklärendem Text oben und unten.

Spahn: Koalition ist auf Erfolg ausgerichtet - Schwarz-Rot am Abgrund: Warum die Koalition ohne SPD keine Zukunft hat

Schwarz-Rot in der Krise: Umfragen zeigen, dass Union und SPD keine Mehrheit mehr haben

Die schwarz-rote Koalition in Deutschland steht vor wachsenden Herausforderungen, denn aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass Union und SPD allein keine regierungsfähige Mehrheit mehr bilden. Angesichts anstehender Landtagswahlen könnte sich eine Situation ergeben, in der weder die rechtspopulistische AfD noch die linke Partei aus möglichen Regierungsbündnissen ausgeschlossen werden können. Der fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, Jens Spahn, betont dennoch, dass die Zusammenarbeit mit der SPD unverzichtbar bleibe – trotz monatelanger interner Streitigkeiten.

Die ersten neun Monate der Großen Koalition waren von häufigen Konflikten geprägt. Doch Spahn besteht darauf, dass es keine Alternative zur Partnerschaft mit den Sozialdemokraten gebe. Sein Ansatz lässt sich mit einem einfachen Motto zusammenfassen: "Müssen" – gemeint ist, dass Kompromisse notwendig sind, um greifbare Ergebnisse zu erzielen.

Tatsächlich hat die Koalition bereits zentrale Vorhaben auf den Weg gebracht, darunter das Kritis-Dachgesetz zum Schutz kritischer Infrastrukturen, das zwar mit den Stimmen von Koalition und AfD den Bundestag passierte, aber noch der Zustimmung des Bundesrats bedarf. Eine Pflegereform wurde zudem im Dezember 2025 verabschiedet und soll ab 2026 die beruflichen Standards in der Pflege verbessern. Im Januar 2026 gab es intensive Debatten zur EU-DatenGovernance, bei denen der Bundesrat Änderungen zu Finanzierung und föderaler Verteilung einbrachte. Als nächstes steht die Abstimmung über Klimaschutzgesetze an: Am 25. Februar 2026 soll über verbindliche Treibhausgas-Reduktionsquoten entschieden werden.

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Spahns Fokus auf Kompromissbereitschaft ist hier besonders entscheidend, denn parteiübergreifende Verhandlungen und Widerstand aus der Opposition erschweren die Fortschritte. Theoretisch könnte die Union mit den Grünen eine Mehrheit bilden, doch Spahn schließt jede Zusammenarbeit mit der AfD oder der Linken kategorisch aus. Damit bleibt die SPD der einzige realistische Partner – trotz des holprigen Starts der Koalition und sinkender Umfragewerte.

Die Zukunft der Regierung hängt nun davon ab, ob es gelingt, interne Spannungen zu überwinden und legislative Erfolge vorzuweisen. Mit den bevorstehenden Landtagswahlen wächst der Druck, denn die Gefahr eines politischen Stillstands – in dem weder die AfD noch die Linke umgangen werden können – wird immer realer. Spahns pragmatischer Kurs der Zusammenarbeit mit der SPD könnte darüber entscheiden, ob die Koalition in den kommenden Monaten Stabilität bewahren kann.