Sachsens Apothekensterben hält an – trotz leichter Bremse 2025
Apotheken in Sachsen schließen weiter in alarmierendem Tempo – trotz leichter Entschleunigung 2025
Trotz einer geringfügigen Verlangsamung im Jahr 2025 schließen in Sachsen weiterhin Apotheken in besorgniserregendem Ausmaß. Göran Donner, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes, warnt, dass dieser Trend nach wie vor eine ernste Gefahr für die medizinische Versorgung darstelle. Als Hauptgründe nennt er finanzielle Instabilität und Untätigkeit der Politik.
Zwischen 2016 und 2020 verlor Sachsen 36 Apotheken. In den folgenden Jahren verschärfte sich die Lage weiter: Von 2021 bis 2025 mussten weitere 85 Filialen dichtmachen. Allein im vergangenen Jahr schlossen 13 Apotheken – immerhin nur halb so viele wie im Jahr davor.
Donner betont, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten das Kernproblem seien. Viele Apotheken könnten sich den Betrieb schlicht nicht mehr leisten, zumal die Bundesregierung notwendige Anpassungen der Vergütungssätze verzögere. Ohne ausreichende Finanzierung blieben selbst die erweiterten Dienstleistungen, die im Entwurf des Apothekenreformgesetzes vorgesehen sind, für kämpfende Betriebe unerreichbar.
Auch der Fachkräftemangel erschwert den Apotheken die Arbeit. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, wo Schließungen ganze Gemeinden ohne grundlegende medizinische Versorgung zurücklassen könnten.
Der Rückgang der Apotheken zeigt keine Anzeichen einer Trendwende – trotz der leichten Besserung 2025. Donners Warnungen unterstreichen den dringenden Bedarf an finanzieller Unterstützung, um die verbleibenden Standorte zu erhalten. Ohne Gegenmaßnahmen könnten weitere Schließungen die Gesundheitsversorgung in Sachsen zusätzlich verschlechtern.






