07 February 2026, 04:34

Sachsen feiert Karneval mit neuem Prinzenpaar und Rekordstimmung

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Umzugs in Berlin, Deutschland, mit Menschen auf dem Boden und auf Pferden, einer Statue, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Sachsens Faschingsfans starten optimistisch in den Straßenkarneval - Sachsen feiert Karneval mit neuem Prinzenpaar und Rekordstimmung

Sachsen feiert die Karnevalszeit in diesem Jahr mit neuer Energie

Zum ersten Mal hat das Bundesland in diesem Jahr ein eigenes Karnevalsprinzenpaar gekürt: Désirée I. und Simon I. vom Pegauer Karnevalsclub. Die Feierlichkeiten markieren eine lebendige Rückkehr nach den schwierigen vergangenen Jahren – die Vereine melden eine entspanntere und optimistischere Stimmung.

Höhepunkt der sächsischen Karnevalsfeiern wird der Umzug in Radeburg am 15. Februar sein. Unter dem Motto "RaBu Irrenhaus – wild und wunderbar verrückt!" versprechen die Veranstalter ein farbenfrohes und chaotisches Spektakel – ganz ohne politische Botschaften. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, Kinder und Schüler unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

Bis zu 25.000 Besucher werden erwartet – vorausgesetzt, das Wetter bleibt trocken und sonnig. Der Verband Sächsischer Karneval, der 186 Vereine mit rund 22.000 Mitgliedern vertritt, verzeichnet in dieser Saison eine willkommene Stimmungswende. Präsident Jörg Weiser spricht von einer spürbaren Erleichterung unter den Teilnehmenden, die im Kontrast zu den Kämpfen der Vorjahre stehe.

Zwar sind die Karnevalstraditionen in Sachsen noch nicht so ausgeprägt wie in Nordrhein-Westfalen, wo Städte wie Köln oder Düsseldorf riesige Menschenmassen anziehen – doch die Begeisterung wächst. Die Einführung eines eigenen Prinzenpaares unterstreicht den Willen des Freistaats, seine Karnevalskultur weiter auszubauen.

Der Radeburger Umzug wird die größte Karnevalsveranstaltung Sachsens in diesem Jahr sein. Mit familienfreundlichen Preisen und einem Fokus auf unbeschwerten Spaß hoffen die Organisatoren auf Rekordbesucherzahlen. Sollte das Fest ein Erfolg werden, könnte dies die Teilnahme in den kommenden Jahren noch weiter steigern.