Sachsen-Anhalt fordert Verlängerung des Spritpreis-Rabatts für entlastete Pendler:innen
Harry GirschnerSachsen-Anhalt fordert Verlängerung des Spritpreis-Rabatts für entlastete Pendler:innen
Sachsen-Anhalt drängt auf Verlängerung der Spritpreis-Rabattaktion, um Bürger bei hohen Fahrtkosten zu entlasten. Ministerpräsident Sven Schulze betonte die Bedeutung der Maßnahme, insbesondere für ländliche Regionen, in denen lange Arbeitswege und die Versorgung mit grundlegenden Dienstleistungen auf häufige Fahrten angewiesen sind. Das Land hat nun offiziell einen Antrag beim Bundesrat eingereicht, den Rabatt bis zum Ende des Nahostkonflikts zu verlängern.
Schulze verwies auf die finanzielle Belastung von Pendler:innen, Pflegekräften, Handwerker:innen und Landwirt:innen in Sachsen-Anhalt. Viele von ihnen legen täglich weite Strecken zurück, sodass die Spritkosten eine erhebliche Last darstellen. Er argumentierte, dass Bund und Länder gemeinsam daran arbeiten sollten, diese Ausgaben für die Bürger zu verringern.
Der Ministerpräsident kritisierte zudem den geplanten Entlastungsbonus als unzureichend. Seiner Meinung nach würde die aktuelle Regelung zu wenigen Menschen helfen und keine spürbare Unterstützung bieten. Schulze verteidigte das Veto des Bundesrats gegen den Bonus und bestritt, dass die Entscheidung politisch motiviert sei.
Er warnte davor, das Veto als persönlichen Angriff auf Bundeskanzler Friedrich Merz zu deuten. Stattdessen forderte Schulze eine bessere Zusammenarbeit zwischen Ländern und Bund bei künftigen Finanzentscheidungen. Sein Fokus liege darauf, langfristige Entlastungen für diejenigen zu sichern, die am stärksten unter den steigenden Spritpreisen leiden.
Sachsen-Anhalts Antrag knüpft die Dauer des Spritrabatts an die andauernde Krise im Nahen Osten. Bei einer Zustimmung würde die Verlängerung weiterhin finanzielle Erleichterung für ländliche Beschäftigte und systemrelevante Berufe bringen. Nun wartet das Land auf die Reaktion des Bundesrats auf seinen Vorschlag.






