29 March 2026, 10:20

Sabotage an Rheintalbahn: Betonplatten und Kabel blockieren ICE-Strecke bei Willstätt

Eisenbahnschiene mit Graffiti unter einer Brücke, umgeben von Pfählen mit Drähten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Sabotage an Rheintalbahn: Betonplatten und Kabel blockieren ICE-Strecke bei Willstätt

Unbekannte Täter legten Betonplatten und ein Kabel auf Gleise bei Willstätt

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In den frühen Morgenstunden des 5. April platzierten unbekannte Angreifer Betonplatten und ein Kabel auf den Schienen in der Nähe von Willstätt. Um 5:41 Uhr fuhr ein ICE-Zug über das Hindernis, riss dabei das Kabel durch und löste einen Ausfall der Bahnschranken aus. Die Behörden haben seitdem Ermittlungen wegen vorsätzlicher Beeinträchtigung des Bahnbetriebs eingeleitet.

Der Vorfall ereignete sich, als der Hochgeschwindigkeitszug über die Platten fuhr und dabei das Kabel beschädigte, das die Schrankenanlage steuert. In der Folge blieben die Schranken dauerhaft geschlossen, sodass die Deutsche Bahn den Zugverkehr vorübergehend einstellen musste. Techniker reparierten das Kabel später, sodass die Schranken wieder voll funktionsfähig sind.

Die Bundespolizei bestätigte, dass es derzeit keine Hinweise auf mögliche Täter gibt. Das Ausmaß des Sachschadens wird noch geprüft, wobei es durch die Zugausfälle zu geringfügigen Verspätungen kam.

Dieser Angriff reiht sich in eine Serie gezielter Sabotageakte an deutschen Bahnstrecken ein. In den vergangenen fünf Jahren wurden bundesweit zwischen 30 und 40 solche Vorfälle registriert. Besonders betroffen sind die Regionen Berlin-Brandenburg (etwa 15 Fälle), Rheinland-Pfalz (rund 10) und Bayern (etwa 8). Frühere Taten umfassten durchtrennte Signalkabel oder Brandstiftung, oft im Zusammenhang mit Protesten oder unbekannten Tätern.

Die Rheintalbahn hat den Betrieb nach Abschluss der Reparaturarbeiten wieder normal aufgenommen. Die Ermittlungen zur Sabotage laufen jedoch weiter, ohne dass bisher Verdächtige ermittelt werden konnten. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin im Rahmen umfassender Maßnahmen gegen vorsätzliche Störungen im Schienennetz.

Quelle