Rosch Haschana 2025: Baden-Württemberg feiert mit neuem Zeichen der Offenheit
Harry GirschnerRosch Haschana 2025: Baden-Württemberg feiert mit neuem Zeichen der Offenheit
Jüdische Gemeinden in Baden-Württemberg feiern Rosch Haschana
Vom 22. bis 24. September 2025 begingen jüdische Gemeinden in ganz Baden-Württemberg den Beginn von Rosch Haschana, dem jüdischen Neujahrsfest. Erstmals öffnete die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden ihre Feierlichkeiten für Gäste, Partner und Freunde. Die Veranstaltung unterstrich das Engagement der Region für die Förderung jüdischen Lebens und den kulturellen Austausch.
Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl nahm an der Zusammenkunft teil und richtete herzliche Wünsche an alle jüdischen Frauen und Männer. Mit dem traditionellen Gruß "Schana Towa" wünschte er ein friedvolles und erfolgreiches neues Jahr.
Strobl betonte zudem die Bedeutung jüdischen Lebens in Baden-Württemberg. Er machte deutlich, dass Antisemitismus in der Region keinen Platz habe, und dankte der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg für die kontinuierliche Zusammenarbeit. Seine Worte unterstrichen die Entschlossenheit der Landesregierung, jüdische Gemeinden zu schützen und zu unterstützen.
Obwohl es keine offiziellen landesweiten Statistiken gibt, die antisemitische Vorfälle für die Jahre 2024 und 2023 vergleichen, sind Schulen in Baden-Württemberg verpflichtet, solche Fälle zu melden. Bundesweite Zahlen der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) verzeichneten 2024 insgesamt 284 Vorfälle – ein Anstieg gegenüber 255 im Vorjahr. Die Daten spiegeln einen übergeordneten Trend wider, Diskriminierung in Bildungseinrichtungen gezielt zu erfassen und entgegenzuwirken.
Die Rosch-Haschana-Feierlichkeiten in Baden-Württemberg brachten Gemeinschaftsvertreter und politische Verantwortungsträger in einem Zeichen der Solidarität zusammen. Strobls Teilnahme und seine öffentlichen Aussagen bekräftigten die klare Haltung der Region gegen Antisemitismus. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung einen Schritt hin zu mehr Inklusion und Anerkennung jüdischer Traditionen in der lokalen Gesellschaft.






