Rheinmetall-Aktie boomt – doch sind Rüstungsinvestitionen wirklich ein Weihnachtsgeschenk?
Harry GirschnerRheinmetall-Aktie boomt – doch sind Rüstungsinvestitionen wirklich ein Weihnachtsgeschenk?
Fesselnde Geschenkideen: Frieden, Freude – und Rüstungsaktien
Vorspann: Weihnachten steht vor der Tür, doch Schenken, Frieden und Nachhaltigkeit scheinen zu dehnbare Begriffe zu sein.
Ein satirisch geführter Streit entbrannt über die Idee, Rüstungsaktien als Geschenk zu verschenken – als Zeichen der Unterstützung für die europäische Sicherheit. Die Debatte kommt zu einer Zeit, in der der Aktienkurs von Rheinmetall seit Beginn des Ukraine-Kriegs um das Sechzehnfache gestiegen ist. Unterdessen sorgen Schweizer Wirtschaftseliten mit ungewöhnlichen Geschenkvorschlägen an US-Politiker für Schlagzeilen – alles im Namen der Handelsbeziehungen.
Den Anfang nahm die Kontroverse, als sechs einflussreiche Schweizer Wirtschaftsführer – von Kritikern scherzhaft als „die sechs überstürzten Handelsfürsten“ betitelt – im Dezember 2025 einen offenen Brief veröffentlichten. Darunter: Ueli Leuenberger, Gründer von Medtech, Amag-CEO Martin Haefner und der ehemalige Roche-Chef Sergio Ermotti. Ihr Vorschlag? Ein Goldbarren für Barron Trump und eine „Make America Great Again“-Mütze für Bundesrat Guy Parmelin. Ziel war es, die angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Schweiz angesichts drohender Zölle zu entspannen.
Die Mischung aus Rüstungsinvestitionen, politischer Geschenkdiplomatie und Handelsinteressen schafft eine ungewöhnliche Schnittmenge von Geld und Einfluss. Der Kursanstieg von Rheinmetall spiegelt Europas veränderte Sicherheitsprioritäten wider, während die spielerisch-provokanten Vorschläge der Schweizer Wirtschaftsführer die dünne Grenze zwischen Geste und Manipulation aufzeigen.