04 January 2026, 04:36

Revolutionärer Rinderstall: Wie Robotik und Stroh das Tierwohl neu definieren

Kühe sitzen auf dem Boden mit Gras dahinter, eine hölzerne Wand im Hintergrund und ein Seil an der Wand.

Revolutionärer Rinderstall: Wie Robotik und Stroh das Tierwohl neu definieren

Ein Landwirtsehepaar in Allmendingen (Baden-Württemberg) hat einen hochmodernen Stall für die Mast von Rindern und die Aufzucht von Jungtieren eröffnet. Das innovative Konzept setzt auf Tierwohl, fortschrittliche Robotik und nachhaltige Praktiken – und definiert damit neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung.

Der Stall ist derzeit nach Stufe 3 des Tierwohl-Siegels zertifiziert, lässt sich aber künftig auf Stufe 4 aufrüsten.

Herzstück der Anlage ist der Lely Strawbot, ein Roboter, der täglich frisches Stroh als Einstreu verteilt. Er arbeitet rund um die Uhr und sorgt so für saubere und trockene Liegeflächen. Der Landwirt, der die Anlage kürzlich präsentierte, bezeichnete das System als "großen Fortschritt für Tierkomfort und Betriebseffizienz".

Ein weiterer zentraler Aspekt ist der Platz: Die Tiere haben ausreichend Bewegungsfreiheit, während der Hof das benötigte Stroh selbst produziert. Auch die Abfallbewirtschaftung ist optimiert – der anfallende Mist wird direkt in die hofeigene Biogasanlage geleitet und schließt so den Kreislauf einer nachhaltigen Nutzung.

Der Landwirt zeigte sich zuversichtlich, dass die Anlage zukunftsweisend ist, da sie moderne Tierwohlstandards mit ökologischen Zielen verbindet.

Der Allmendinger Stall vereint Robotik, artgerechte Haltung und erneuerbare Energien. Die aktuelle Tierwohl-Stufe 3 – mit Option auf Stufe 4 – unterstreicht das hohe Niveau. Effizienz und Nachhaltigkeit des Systems sollen als Vorbild für die Rinderhaltung und Jungtieraufzucht dienen.