Reutlingens Wirtschaft sucht nach dem Neuanfang in unsicheren Zeiten
Paula GumprichReutlingens Wirtschaft sucht nach dem Neuanfang in unsicheren Zeiten
Die Region Reutlingen durchlebte 2024 ein weiteres schwieriges Jahr: Die Wirtschaft kam kaum voran, und die anhaltenden globalen Krisen belasteten die heimischen Unternehmen. Bis Jahresende blieb die Unsicherheit groß, die Stimmung unter den Firmen gedrückt – Branchenvertreter forderten daher vehement einen Kurswechsel.
Jürgen Thalhofer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen, steuerte die Organisation durch diese turbulente Phase. Trotz der Widrigkeiten plädierten Wirtschaftsfunktionäre für einen Neuanfang, um das Wachstum wiederzubeleben. Johannes Schwörer, Präsident der Kammer, betonte, dass Unternehmer die Zukunft aktiv mitgestalten müssten. Er rief zu Investitionen auf – selbst in unsicheren Zeiten – und forderte mehr Mut und Selbstvertrauen, um voranzukommen.
Wolfgang Epp, eine weitere prägende Stimme der IHK, mahnte einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft an. Er warb für eine stärkere Risikobereitschaft und eine Rückkehr zu unternehmerischen Grundwerten. Zudem unterstrich Epp, dass Deutschland international selbstbewusster auftreten müsse, um den langfristigen Wohlstand Europas zu sichern. Die Botschaft der Führungskräfte war eindeutig: Ohne entschlossenes Handeln und neues Selbstbewusstsein drohe der Region weitere wirtschaftliche Stagnation.
Die Forderungen der IHK nach Veränderung folgen auf ein Jahr des Stillstands und schwacher Konjunkturstimmung. Nun sollen Unternehmer durch Investitionen und Wagnis die Erholung vorantreiben. Mit dem Appell zu einer stärkeren internationalen Positionierung wollen sie Wachstum über die aktuellen Herausforderungen hinaus sichern.