Rentenreform: Union und SPD ringen um Tempo und Umsetzung des Großprojekts
H.-Dieter ReuterRentenreform: Union und SPD ringen um Tempo und Umsetzung des Großprojekts
Spitzenpolitiker der Union und der SPD bereiten sich auf ein Treffen am Mittwoch vor, um einen Zeitplan für die geplante Rentenreform zu beraten. Streit gibt es weiterhin darüber, wie die Vorschläge der Rentenkommission umgesetzt werden sollen. Die beiden Parteien sind sich uneinig, ob die Reformen als Gesamtpaket oder schrittweise eingeführt werden sollen.
Die Konservativen drängen auf zügige Fortschritte bei der Rentenreform. Der CDU-Abgeordnete Pascal Reddig fordert die Regierung auf, noch vor Beginn der Sommerpause in zwei Wochen einen verbindlichen Fahrplan zu beschließen. Zudem soll bis dahin ein Gesetzentwurf ausgearbeitet werden.
Reddig setzt sich für ein einziges, umfassendes Gesetz ein, das alle Rentenänderungen abdeckt. Sein Plan sieht Bundestagsdebatten im Herbst und eine endgültige Verabschiedung bis Jahresende vor. Die SPD hingegen bevorzugt ein bedachteres, stufenweises Vorgehen.
Im Mittelpunkt des Koalitionsausschusses am Mittwoch steht die Festlegung eines klaren weiteren Vorgehens. Eine endgültige Entscheidung über Struktur und Zeitplan der Reform steht noch aus. Das Ergebnis wird bestimmen, wie schnell die Änderungen durch das Parlament gebracht werden.
