16 February 2026, 20:42

Rentenreform: Soll das Eintrittsalter auf 70 steigen oder flexibel werden?

Ein altes Buch mit einer Zeichnung eines ernsten Mannes in einem langen Mantel und Hut, der darauf sitzt, mit der Aufschrift "Eine vorläufige Rente" auf dem Cover.

Renteneintrittsalter abhängig vom Job? Özdemir plädiert für flexibles Renteneintrittsalter - Rentenreform: Soll das Eintrittsalter auf 70 steigen oder flexibel werden?

Deutschlands Rentensystem steht unter wachsendem Druck, während Politiker über grundlegende Reformen debattieren. Eine Regierungskommission prüft derzeit Wege, um die Zukunft des Systems zu sichern, ohne Arbeitnehmer oder Steuerzahler übermäßig zu belasten. Bereits jetzt gibt es Streit darüber, ob das Renteneintrittsalter weiter angehoben werden soll.

Das gesetzliche Renteneintrittsalter liegt derzeit bei 67 Jahren – eine schrittweise Erhöhung von 65 Jahren im Rahmen der "Rente mit 67"-Reform. Diese wurde 2007 beschlossen und zwischen 2012 und 2031 umgesetzt, um den Herausforderungen einer alternden Bevölkerung und steigender Kosten zu begegnen. Bereits die Reformen von 1992 und 2001 hatten das Renteneintrittsalter schrittweise erhöht.

Eine Sonderkommission soll bis Mitte des Jahres neue Reformvorschläge vorlegen. Ziel ist es, das System langfristig zu stabilisieren, ohne die Beiträge und Steuern unzumutbar zu erhöhen. Doch die politischen Gräben sind deutlich.

Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU, hält ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren für jüngere Generationen für "unvermeidbar". Gleichzeitig lehnt der Grünen-Co-Vorsitzende Cem Özdemir eine pauschale Anhebung ab. Stattdessen unterstützt er ein flexibles Modell, bei dem das Renteneintrittsalter je nach Beruf und Beitragsgeschichte variiert.

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Özdemirs Vorschlag würde es Beschäftigten in körperlich anstrengenden Berufen ermöglichen, früher in Rente zu gehen. Seine Position steht damit im scharfen Kontrast zu Hagels Forderung und unterstreicht die Herausforderung, vor der die Kommission steht.

Die Empfehlungen der Kommission werden maßgeblich darüber entscheiden, wie Deutschland Rentennachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in Einklang bringt. Jede Reform muss sowohl demografische Entwicklungen als auch die Bedürfnisse unterschiedlicher Berufsgruppen Rechnung tragen. Eine endgültige Entscheidung wird nach Vorlage der Vorschläge in den kommenden Monaten erwartet.