27 March 2026, 16:19

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz leichter Besserung unter den Erwartungen

Detailierte alte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit Straßen, Städten und geografischen Merkmalen, mit Text oben und unten.

Regionalverkehr in Südwestdeutschland bleibt trotz leichter Besserung unter den Erwartungen

Regionalverkehr in Südwestdeutschland zeigte Ende 2024 leichte Anzeichen einer Besserung, doch die Gesamtqualität bleibt auf niedrigem Niveau. Die durchschnittliche Bewertung über 33 Netze stieg leicht auf 45,4 Punkte – ein minimaler Anstieg gegenüber 44,6 Punkten im Vorjahr. Trotz dieses Fortschritts erreichten in der aktuellen Rangliste nur zehn Strecken mehr als 50 von 100 möglichen Punkten.

Die schlechteste Phase für den Regionalverkehr in der Region lag im Spätherbst 2022, als die Bewertungen auf nur noch 36,7 Punkte abstürzten. Seither hat sich die Leistung stabilisiert, liegt aber weiterhin deutlich unter den Erwartungen. Fahrgäste beklagten vor allem eine spürbare Verschlechterung der Sauberkeit in den Zügen, was die ohnehin bestehende Unzufriedenheit weiter verstärkte.

Die jüngste Auswertung offenbart deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Netzen. Spitzenreiter waren die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf der Strecke Klettgau mit 91,9 Punkten, gefolgt von der Schwäbischen Alb-Bahn (89,1 Punkte) und der SBB-Linie Schaffhausen–Singen (86,9 Punkte). Schlusslicht bildete hingegen das von DB Regio betriebene Hochrhein-Netz mit nur 6,8 Punkten. Auch die Verbindungen von Arverio auf der Franken-/Enz-Bahn (21,9 Punkte) und der Murrbahn (12,6 Punkte) schnitten schlecht ab.

Es gab jedoch auch einige Lichtblicke: Die Bodenseegürtelbahn verzeichnete den größten Zuwachs – DB Regio steigerte hier die Punktzahl um 36 Zähler. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sitzplatzkapazitäten wiesen im Vergleich zu 2023 moderate Verbesserungen auf. Baden-Württemberg meldete zudem mit 92 Millionen Zugkilometern im Jahr 2024 einen Rekordwert, doch die Zufriedenheit der Fahrgäste blieb durchwachsen: Nur 55,6 % zeigten sich mit Bus- und Bahnangeboten zufrieden.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) machte deutlich, dass das aktuelle Serviceniveau inakzeptabel sei. Er betonte, Zuverlässigkeit müsse eine Selbstverständlichkeit im Regionalverkehr sein – und kein optionales Extra.

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Die neuesten Zahlen zeigen ein Regionalbahnsystem, das weiterhin Mühe hat, die Bedürfnisse der Fahrgäste zu erfüllen. Zwar haben sich einige Strecken verbessert, doch die Mehrheit bleibt unter den Erwartungen – mit Sauberkeit und Zuverlässigkeit als zentrale Problemfelder. Die Verkehrsverantwortlichen stehen nun unter Druck, aus den bescheidenen Fortschritten flächendeckende und nachhaltige Verbesserungen zu machen.

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