Ramadan-Fest endet mit Lichtern in München und Verkehrschaos in Stuttgart
Enrico HerrmannRamadan-Fest endet mit Lichtern in München und Verkehrschaos in Stuttgart
Vier deutsche Städte haben in diesem Jahr das Ende des Ramadan mit prominenten Feierlichkeiten begangen. In München erstrahlte das Alte Rathaus mit der Aufschrift "Frohes Eid-Fest" in 13 Sprachen – eine Initiative des Stadtrats. Gleichzeitig führten große Versammlungen in Stuttgart zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, sodass die Polizei mit Verstärkungskräften die Menschenmengen lenken musste.
Die Lichtinstallation in München folgte einem Beschluss aus dem Jahr 2024 mit dem Titel "Gegen antimuslimischen Rassismus – Demokratie stärken". Die beleuchtete Botschaft, die im gesamten Stadtzentrum sichtbar war, sollte die Sichtbarkeit und Integration von Muslimen unterstreichen. Vertreter der Stadt bezeichneten die Aktion als Zeichen der Offenheit.
In Stuttgart nahmen etwa 3.000 Menschen an einem einstündigen Gebet auf Sportplätzen teil. Beim Auflösen der Versammlung kam es erneut zu Staus, woraufhin die Polizei Umleitungen einrichtete und Straßen vorübergehend sperren musste. Die Behörden waren über das Ausmaß der Veranstaltung kaum informiert worden, was die Lageerschwerte.
Auch andere Städte beteiligten sich mit eigenen Aktivitäten: Halle verzeichnete tausende Besucher zu einem Stadiongebet, während der Bürgermeister von Ahlen eine lokale Moschee besuchte, um Eid-Grüße zu überbringen. Frankfurt hingegen beschränkte sich darauf, Informationsmaterial zu verbreiten.
Die Feierlichkeiten zeigten sowohl den Gemeinschaftsgeist als auch logistische Herausforderungen auf. Münchens Lichtprojektion war eine bewusste politische Aussage, während die Verkehrsprobleme in Stuttgart die Notwendigkeit besserer Planung verdeutlichten. Jede Stadt spiegelte damit ein unterschiedliches Maß an öffentlicher Einbindung der muslimischen Gemeinschaft wider.






