Politisches Maislabyrinth in Friedrichshafen fordert: "Demokratie bewahren"
Harry GirschnerPolitisches Maislabyrinth in Friedrichshafen fordert: "Demokratie bewahren"
Politisches Maislabyrinth bei Friedrichshafen eröffnet: "Demokratie bewahren"
Ein zwei Hektar großes Maislabyrinth hat in der Nähe von Friedrichshafen seine Pforten geöffnet – gestaltet vom ortsansässigen Spargelbauern Joachim Arnegger. Das kunstvoll angelegte Irrgarten trägt eine politische Botschaft: "Demokratie bewahren" und zeigt zugleich Wahrzeichen Ravensburgs. Arnegger, der seit Jahren als Gemeinderat aktiv ist, hofft, dass die Attraktion den Besucherstrom in seinem Hofladen ankurbelt.
Das Labyrinth wurde mithilfe von GPS- und RTK-Technologie millimetergenau angelegt, sodass jedes Korn präzise platziert wurde. Für die Umsetzung arbeitete Arnegger mit einem spezialisierten Designunternehmen von der Insel Rügen zusammen und investierte rund 5.000 Euro in das Projekt.
Doch das Labyrinth ist mehr als nur ein Hingucker: Es soll auch praktischen Nutzen bringen. Arnegger möchte damit mehr Kunden in seinen Hofladen locken, der frisches Gemüse, Obst, Getränke und Eiscreme anbietet. Als langjähriges Mitglied der Freien Wähler – seit 1999 politisch engagiert – will er mit dem Maisfeld zudem Gespräche anregen.
Obwohl die Besucherzahlen der ersten beiden Wochen noch nicht vorliegen, bleibt Arnegger zuversichtlich. Er hofft, dass das Labyrinth zumindest seine Kosten deckt – im besten Fall sogar zu einer dauerhaften Attraktion für seinen Betrieb wird.
Das Projekt verbindet Landwirtschaft, Kunst und politische Aussage. Bei Erfolg könnte es zur regelmäßigen Einrichtung werden und sowohl Arneggers Hofladen als auch sein bürgerschaftliches Engagement stärken. Entscheidend dafür sind die Besucherzahlen und das lokale Interesse.