Plastischer Chirurg Werner Mang überrascht mit tiefgründiger Fastenpredigt auf dem Bussen
Harry GirschnerAuf dem Bus: Prominent-Chirurg Mang hält Osterpredigt - Plastischer Chirurg Werner Mang überrascht mit tiefgründiger Fastenpredigt auf dem Bussen
Bekannter Plastischer Chirurg Werner Mang hält Fastenpredigt auf dem Bussen
Der renommierte Plastische Chirurg Werner Mang hat kürzlich eine Fastenpredigt in der Wallfahrtskirche auf dem Bussen im oberschwäbischen Allgäu gehalten. Bekannt für seine Arbeit in der rekonstruktiven Chirurgie, bezog er dabei auch klar Stellung zu Glauben, katholischer Kirche und der Rolle von Prominenten in der modernen Spiritualität.
Seine Predigt verband Humor mit Tiefgang und reichte von der scherzhaften Frage, ob der Himmel einen "guten Plastischen Chirurgen" brauche, bis hin zur tieferen Bedeutung der Fastenzeit jenseits bloßer Traditionen.
Mang begann mit einer Neudeutung der Fastenzeit – für ihn geht es dabei um mehr als nur den Verzicht auf Süßigkeiten oder die Einhaltung des Aschermittwoch-Brauchtums. Vielmehr sei es eine Zeit der inneren Einkehr, der Toleranz und des Friedens durch Umkehr. Zugleich verteidigte er seinen Berufsstand und betonte, die Bodensee-Klinik sei "keine Botox-Fabrik", sondern ein Ort verantwortungsvoller Medizin: Hier würden Patienten nach Unfällen oder aufgrund psychischer Belastung durch ihr Äußeres behandelt, um neues Selbstvertrauen zu gewinnen.
Mit einem Augenzwinkern merkte er an, auch der Himmel könnte von den Fähigkeiten eines Plastischen Chirurgen profitieren. Doch hinter dem Scherz verbarg sich eine ernsthafte Botschaft: Mang rief Prominente dazu auf, ihren Glauben offen zu leben. Öffentliche Persönlichkeiten könnten seiner Meinung nach eine Brücke schlagen zwischen "der Schönheit des Körpers" und "der Schönheit des Glaubens".
Über seine medizinische Laufbahn hinaus beschrieb sich Mang als überzeugten Katholiken. Er bete täglich, sei den Jakobsweg gepilgert und sehe im Glauben eine Stütze für die Herausforderungen des Lebens. Gleichzeitig warnte er: Die Kirche liege "auf der Intensivstation" und müsse sich modernisieren, um jüngere Generationen zu erreichen.
Besonders an Prominente richtete er den Appell, mit ihrem Einfluss ein Zeichen zu setzen und Spiritualität vorzuleben. Ihr Beispiel könnte, so Mang, das Image der Kirche verjüngen. Seine Worte spiegelten ein Leben zwischen handwerklicher Präzision und tiefer Gläubigkeit wider – und die Aufforderung an andere, in beiden Bereichen Sinn zu finden.
Mangs Predigt auf dem Bussen verband fachliche Expertise mit persönlicher Überzeugung. Er forderte die Zuhörer auf, die Fastenzeit als Chance für echtes spirituelles Wachstum zu begreifen – und nicht nur als Ritual. Seine Forderung an Prominente, ihren Glauben zu zeigen, sowie seine kritische Bestandsaufnahme der Kirche gaben den Anwesenden reichlich Stoff zum Nachdenken.






