Pforzheimer protestieren gegen Schwimmbad-Schließungen und fordern Erhalt aller Bäder
H.-Dieter ReuterPforzheimer protestieren gegen Schwimmbad-Schließungen und fordern Erhalt aller Bäder
Rund 350 Menschen gingen am Samstag in Pforzheim auf die Straße, um gegen die Pläne zum Umbau der städtischen Schwimmbäder zu protestieren. Die von der Initiative Pro Bäder organisierte Demonstration forderte den Erhalt aller bestehenden Badeanstalten an ihren aktuellen Standorten. Die Teilnehmer warfen der Stadtverwaltung vor, die Finanzierungsanträge für die Einrichtungen falsch gehandhabt zu haben.
Der Demonstrationszug startete um 15 Uhr am Emma-Jaeger-Bad und zog durch zentrale Bereiche der Stadt. Die Protestierenden liefen entlang der Bahnhofstraße, überquerten den Bahnhofsplatz und setzten ihren Marsch über den Schlossberg und die Östliche fort. Die Route endete am Marktplatz, wo Redner zu den Versammelten sprachen.
Mehrere Stadträte beteiligten sich an der Kundgebung, darunter Christof Weisenbacher, Michael Schwarz und Bernd Zilly. Die Initiative kritisierte das Vorgehen der Stadt bei der Finanzierungssicherung und machte dies für ein Veto der Regierungspräsidien verantwortlich. Zudem lehnten sie den Vorschlag ab, ein einziges kombiniertes Bad auf dem Wartberg zu errichten, da dies ihrer Meinung nach die familienfreundliche Politik von Oberbürgermeister Peter Boch untergraben würde.
Die Demonstranten betonten, dass die Schließung bestehender Schwimmbäder die Bürger – insbesondere Familien – benachteiligen würde. Ihre zentrale Forderung lautete, alle aktuellen Badeeinrichtungen offen und betriebsbereit zu halten.
Die Veranstaltung endete mit Appellen an die Stadt, ihre Pläne zu überdenken. Die Organisatoren unterstrichen die Bedeutung eines flächendeckenden Zugangs zu Schwimmbädern in Pforzheim. Der Ausgang der Proteste könnte die künftigen Diskussionen über die Freizeitinfrastruktur der Stadt beeinflussen.






