11 February 2026, 04:30

Özdemir führt die Grünen in Baden-Württembergs Wahlkampf 2026 an

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude mit Säulen und einer Tür stehen und ein Transparent mit Text halten, sowie Fahnen und Luftballons, nehmen an einem Klimastreik in Deutschland teil.

Özdemir führt die Grünen in Baden-Württembergs Wahlkampf 2026 an

Die Grünen haben Cem Özdemir als ihren Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg nominiert. Die Partei, die 1980 erstmals in den Landtag einzog, hat sich seither zu einer dominierenden politischen Kraft entwickelt und regiert seit 2011 die Landesregierung. Im Wahlkampf wollen sie den Fokus auf Klimaschutz und wirtschaftliche Resilienz legen – eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD schließen sie hingegen kategorisch aus.

Die Grünen entstanden 1980 aus den Anti-Atomkraft-, Friedens- und Frauenrechtsbewegungen der 1970er-Jahre. Bereits 1983 zogen sie in den Bundestag ein und etablierten sich als vierte große Kraft im deutschen Parteiensystem. Ein Jahrzehnt später schlossen sie sich mit Bündnis 90 zusammen, was ihre Position weiter stärkte.

In Baden-Württemberg gelang ihnen 2011 der Durchbruch, als sie zweitstärkste Kraft wurden. Winfried Kretschmann übernahm daraufhin als erster grüner Ministerpräsident die Regierungsgeschäfte eines deutschen Bundeslandes. Unter seiner Führung gewann die Partei die Wahlen 2016 und 2021 jeweils als stärkste Kraft.

Kretschmanns Regierung trieb den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere Solar- und Windkraft, voran. Sie unterstützte die Wende zur E-Mobilität und half Unternehmen wie Daimler und Porsche bei der Transformation. Zudem flossen Investitionen in die Modernisierung des Schienennetzes und die Förderung grüner Industrien, etwa in Batterietechnologie und Umweltclustern.

Für die Zukunft haben die Grünen klare Grenzen gezogen: Eine Koalition mit der AfD kommt 2026 nicht infrage. Stattdessen setzen sie auf eine linksgerichtete Wirtschaftspolitik und progressive Gesellschaftspolitik. Ihr Programm verbindet Klimaschutz mit wirtschaftlichem Wachstum, um das Land zukunftsfest zu machen.

Mit Özdemir an der Spitze des Wahlkampfs 2026 streben die Grünen eine Verlängerung ihrer 13-jährigen Regierungszeit an. Ihre Politik hat Baden-Württembergs Wirtschaft geprägt – mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation. Die Wahl wird zeigen, ob dieser Kurs weiterhin auf Mehrheiten stößt.