Ostfalia entwickelt neues Schulungsprogramm für Einsatzkräfte in Notfall- und Katastrophenmanagement
Enrico HerrmannOstfalia entwickelt neues Schulungsprogramm für Einsatzkräfte in Notfall- und Katastrophenmanagement
Die Hochschule Ostfalia hat ein neues Forschungsprojekt gestartet, um die Notfallversorgung und das Katastrophenmanagement zu verbessern. Die Initiative mit dem Titel „HLF R/NK tW – Offene Hochschule für Leitstellen, Feuerwehr und Rettungsdienst“ zielt darauf ab, ein flexibles Schulungsprogramm für Einsatzkräfte zu entwickeln. Sie ist Teil des wachsenden Schwerpunkts der Hochschule auf berufliche Weiterbildung im Fachbereich Gesundheit.
Am Projekt wirken die Ostfalia-Forscherinnen Professorin Dr. Ilka Benner, Professorin Dr. Melanie Lietz und Professorin Dr. Sandra Tschupke mit. Sie arbeiten mit Praxispartnern wie dem Zentrum für Notfall- und Intensivmedizinausbildung, der Interdisziplinären Task Force für Notfall- und Katastrophenmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz der Stadt Wolfsburg zusammen.
Ziel ist die Erarbeitung eines modularen, fächerübergreifenden Schulungsprogramms für Einsatzkräfte aus Leitstellen, Feuerwehren und Rettungsdiensten. Sechs Module werden entwickelt, darunter „Kindernotfälle im Rettungsdienst“ und „Einsatzführung bei Großschadenslagen“. Teile des Programms sollen bereits während der Projektlaufzeit erprobt werden.
Die Finanzierung erfolgt über das Programm „Hochschulen öffnen“ der NBank, das Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds Plus und dem Land Niedersachsen bereitstellt. Die Initiative läuft vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028 und soll zudem den Übergang von der Berufspraxis in die Hochschulbildung erleichtern.
Das Projekt wird die Ausbildung von Einsatzkräften in verschiedenen Disziplinen stärken. Es bietet strukturierte, praxisnahe Bildung, um die Notfall- und Katastrophenversorgung zu verbessern. Die Entwicklung und Erprobung des Programms erstreckt sich über die nächsten zweieinhalb Jahre.
