30 March 2026, 14:23

Osteraktion in Neukölln: Ehrenamtliche sammeln Lebensmittel für die Berliner Tafel

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Supermarkt stehen, einige halten Einkaufstaschen, mit einem Einkaufswagen, Topfpflanze, Regalen mit Gegenständen, Schildern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Osteraktion in Neukölln: Ehrenamtliche sammeln Lebensmittel für die Berliner Tafel

Freiwillige sammeln zu Ostern Lebensmittel für die Berliner Tafel in Neukölln

Anlässlich des Osterfests sammelt eine Gruppe Ehrenamtlicher in einem Neuköllner Supermarkt Lebensmittel für die Berliner Tafel. Die Aktion "Noch eins!" ("One More!") ruft Kundinnen und Kunden dazu auf, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt mitzunehmen und es an der Kasse zu spenden. Angesichts steigender Nachfrage ist die Initiative für Menschen, die sich Mahlzeiten kaum noch leisten können, wichtiger denn je.

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Die Oster-Spendenaktion der Berliner Tafel läuft noch bis zum 4. April 2026. Beteiligt sind 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland – darunter der Edeka-Markt in der Karl-Marx-Straße 101, in einem Viertel, dessen Bewohner traditionell großzügig spenden. Ähnliche Kampagnen finden auch zum Erntedankfest und zu Weihnachten statt und bringen jährlich zusätzliche Tonnen an Lebensmitteln ein.

Unter den Helferinnen sind Uschi, 76, die von Senioren berichtet, die vor großen Herausforderungen stehen – manche haben keinen Strom zum Kochen, andere leiden unter Zahnproblemen, die das Essen zur Qual machen. Die jüngste im Team ist die 33-jährige Anne, die tagsüber in der Feinkostabteilung des KaDeWe arbeitet, ihre Freizeit aber für den guten Zweck opfert. Gemeinsam mit Marianne sammeln sie besonders begehrte, aber selten gespendete Artikel wie Kaffee und Schokolade.

Die Berliner Tafel betreibt 48 Ausgabestellen unter dem Namen "Brot & Seele", über die monatlich 70.000 Mahlzeiten verteilt werden. Hinzu kommen ein Logistikzentrum und eine Flotte von 25 Lieferfahrzeugen, mit denen jeden Monat 660 Tonnen Lebensmittel transportiert werden. Rund 1.000 Berliner Supermärkte stellen noch genießbare, aber abgelaufene Ware zur Verfügung – davon profitieren 400 soziale Einrichtungen, die damit 94.000 Menschen in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen versorgen.

Der Bedarf an Lebensmittelhilfe hat sich seit der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der Inflation fast verdoppelt. Deutschlandweit gibt es mittlerweile über 970 Tafel-Initiativen – die erste entstand 1993 in Berlin. Nach aktuellen Angaben unterstützen diese gemeinsam jährlich zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen.

Die "Noch eins!"-Kampagne hilft der Berliner Tafel, dringend benötigte Grundnahrungsmittel zu beschaffen, die oft knapp sind. Angesichts der wachsenden Abhängigkeit von Lebensmittelspenden kommen die Gaben zu Ostern, Erntedank und Weihnachten eine Schlüsselrolle zu. Sie sichern, dass bedürftige Gruppen – von Senioren bis zu einkommensschwachen Familien – weiterhin regelmäßig versorgt werden.

Quelle