27 January 2026, 15:33

Neuer Landeschef der Familienunternehmer will vor der Landtagswahl 2026 Bürokratie abbauen

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Neuer Landeschef der Familienunternehmer will vor der Landtagswahl 2026 Bürokratie abbauen

Robin Morgenstern, ein 48-jähriger Unternehmer aus Reutlingen, ist zum neuen Landesvorsitzenden von Die Familienunternehmer in Baden-Württemberg gewählt worden. Er übernimmt das Amt von André Bartel, der den Verband viele Jahre lang geführt hat. Morgenstern will nun die Wirtschaftspolitik im Vorfeld der Landtagswahl 2026 mitgestalten.

Als geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Morgenstern-Unternehmensgruppe leitet er über 300 Mitarbeiter an elf Standorten in Deutschland und der Schweiz. Seine Schwerpunkte liegen auf dem Abbau von Bürokratie, der Fachkräftesicherung sowie der voranschreitenden digitalen Transformation von Familienunternehmen.

Morgenstern ist seit 2009 Mitglied bei Die Familienunternehmer und führt seit 2018 den Regionalkreis Südwest an. Neben seinem neuen Amt fungiert er als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Reutlingen.

Er übt scharfe Kritik an der Finanzpolitik des Landes, insbesondere an Finanzminister Danyal Bayaz. Morgenstern lehnt dessen "großen Generationenvertrag" ab und plädiert stattdessen für eine automatische Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung – statt an politische Entscheidungen. Bayaz' geplanten Sicherheits-Solvenzfonds bezeichnet er als "getarnte Steuererhöhung". Auch die SPD-Pläne zur Erbschaftsteuer und zur Fahrzeugbesteuerung stehen in seiner Kritik. Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 will er bessere Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen und die Mittelschicht stärken. Sein Fokus bleibt auf dem Abbau regulatorischer Hürden und der Förderung nachhaltigen Wirtschaftswachstums.

Morgensterns Amtsantritt fällt in eine Zeit, in der Familienunternehmen vor wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen stehen. Seine Erfahrung in der Wirtschaft und als Interessenvertreter prädestiniert ihn dafür, politisch Weichen für unternehmerfreundliche Rahmenbedingungen zu stellen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sein Kurs vor der Wahl 2026 Anklang findet.