Neue Regeln und Hightech-Kleidung gegen Hitzestress am Arbeitsplatz
Enrico HerrmannNeue Regeln und Hightech-Kleidung gegen Hitzestress am Arbeitsplatz
Neue Vorschriften und Innovationen verändern den Umgang mit Hitzestress am Arbeitsplatz
Arbeitgeber müssen künftig bei aktualisierten Sicherheitsregeln Außentemperaturen, Luftfeuchtigkeit und körperliche Belastungen stärker berücksichtigen. Gleichzeitig entwickeln Unternehmen wie Kübler fortschrittliche Arbeitskleidung, die Beschäftigte bei extremen Bedingungen kühler hält.
Die überarbeiteten ASR A5.1-Richtlinien zielen darauf ab, Hitzestress durch eine ganzheitliche Bewertung verschiedener Faktoren zu verhindern. Dazu zählen Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit sowie die körperlichen Anforderungen der Tätigkeit. Arbeitgebern wird empfohlen, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen zu kombinieren, um Risiken zu minimieren.
Zu den technischen Lösungen gehören Beschattungssysteme, Belüftung und Wasserkühlungen. Organisatorisch können Arbeitszeiten angepasst, längere Pausen eingeräumt oder Tätigkeiten in kühlere Bereiche verlegt werden. Beschäftigte sollten zudem persönliche Schutzmaßnahmen wie Sonnencreme, Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen nutzen.
Arbeitskleidung spielt eine immer größere Rolle – besonders dann, wenn andere Schutzmaßnahmen nicht ausreichen. Leichtere, atmungsaktivere Stoffe mit besserer Feuchtigkeitsregulierung werden nun empfohlen. Schnell trocknende Materialien aus Polyester- oder Polyamid-Mischungen, die Schweiß ableiten, eignen sich ideal für Hitzeumgebungen.
Kübler geht noch einen Schritt weiter und entwickelt eine zellulosebasierte Beschichtung für Arbeitskleidung. Das Material soll Oberflächen selbst bei direkter Sonneneinstrahlung kühler halten als die Umgebungsluft. Langfristig könnte die Technologie auch in Sport- und Freizeitbekleidung Einsatz finden.
Mit der kühlenden Beschichtung und den aktualisierten Vorschriften gibt es nun klarere Wege, um hitzebedingte Risiken am Arbeitsplatz zu managen. Arbeitgeber können aus einem breiteren Spektrum an Lösungen wählen – von verbesserten Stoffen bis hin zu flexibleren Arbeitszeitmodellen. Die Änderungen sollen die Sicherheit von Beschäftigten in heißen Umgebungen deutlich verbessern.






