25 February 2026, 10:47

Neue Kraftstoffregelung in Baden-Württemberg könnte Spritpreise in die Höhe treiben

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten" mit zwei Linien, einer blauen und einer grünen, die die Entwicklung der Kraftstoffpreise über die Zeit zeigen.

ADAC: Regulierung der Kraftstoffpreise könnte das Tanken teurer machen - Neue Kraftstoffregelung in Baden-Württemberg könnte Spritpreise in die Höhe treiben

Eine neue Kraftstoffpreisregelung in Baden-Württemberg könnte die Spritkosten für Autofahrer in die Höhe treiben, warnt der ADAC. Der Vorschlag, der an diesem Freitag im Bundesrat beraten werden soll, zielt darauf ab, die Häufigkeit von Preiserhöhungen an Tankstellen zu begrenzen. Kritiker befürchten jedoch, dass die Maßnahme nach hinten losgehen und das Tanken insgesamt teurer machen könnte.

Die geplante Regelung würde Tankstellen erlauben, die Preise nur einmal täglich zu erhöhen, sie aber beliebig oft zu senken. Aktuell passen deutsche Tankstellen die Preise im Schnitt etwa 20 Mal am Tag an – oft werden sie während der morgendlichen Stoßzeiten angehoben und bis zum Abend schrittweise wieder gesenkt. Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte des ADAC, warnt, dass eine Beschränkung der Preiserhöhungen zu stärkeren Einzelanpassungen führen könnte, was den durchschnittlichen Tagespreis in die Höhe treibt.

In Österreich gilt bereits ein ähnliches System, bei dem Preiserhöhungen nur mittags vorgenommen werden dürfen. Dort tanken viele Autofahrer kurz vor zwölf Uhr, um von den günstigeren Konditionen zu profitieren. Allerdings sind die generell niedrigeren Spritpreise in Österreich vor allem auf geringere Steuern zurückzuführen – und nicht auf die Preisregelung selbst.

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Im vergangenen Jahr folgten die Kraftstoffpreise in Baden-Württemberg dem bundesweiten Trend. Der Preis für Superbenzin (E5) sank von 1,82 Euro pro Liter im Februar 2025 auf 1,70 Euro im Dezember, wobei er seit 2023 zwischen 1,75 und 1,95 Euro schwankte. Der ADAC rät Autofahrern, abends zu tanken, wenn die Preise in der Regel am niedrigsten sind, statt morgens, wenn sie ihren Höchststand erreichen.

Ziel der geplanten Regelung ist es, die häufigen Preisschwankungen einzudämmen. Doch sie birgt das Risiko, dass Sprit im Durchschnitt teurer wird. Sollte der Vorschlag verabschiedet werden, wäre das eine deutliche Veränderung bei der Preisgestaltung an Tankstellen. Autofahrer müssten dann möglicherweise ihre Tankgewohnheiten anpassen, um höhere Kosten zu vermeiden.