03 January 2026, 14:36

NATO stärkt ihre Verteidigungslogistik bei Deutschland-Besuch

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text über der Illustration.

NATO stärkt ihre Verteidigungslogistik bei Deutschland-Besuch

Die höchsten Militärführer der NATO haben am 29. Januar 2025 einen dreitägigen Besuch in Deutschland abgeschlossen. Die Delegation besuchte das Joint Support and Enabling Command (JSEC) in Ulm sowie die benachbarte Einrichtung des Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG). Im Mittelpunkt stand die Stärkung der schnellen gerichte und die Verbesserung der Logistik innerhalb des Bündnisses.

Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärkomitees, betonte die Notwendigkeit robusterer Unterstützungsfähigkeiten. Besonders wichtig sei es, die Reaktionszeiten des Bündnisses zu verkürzen, erklärte er.

Der Besuch konzentrierte sich auf zentrale Bereiche wie die integrierte Luft- und Raketenabwehr (Integrated Air and Missile Defence, IAMD) sowie die umfassenderen Einsatzbereitschaftspläne der NATO. Erörtert wurde auch das Reinforcement and Sustainment Network, ein System, das die schnelle gerichte von Truppen und Ausrüstung beschleunigen soll.

Generalleutnant Kai Rohrschneider, Kommandeur des JSEC, bestätigte, dass die Einheit ihre Unterstützungsrolle in Europa ausbaut. Aktuell sind acht NATO-Staaten mit Personal im JSEC vertreten, wobei sich zunehmend auch kleinere Mitgliedsländer beteiligen. Langfristig soll fast jedes Bündnismitglied – mit Ausnahme Ungarns – einen Beitrag leisten.

Ein zentrales Thema war die IAMD, die als dauerhafte Aufgabe und nicht als kurzfristiges Projekt behandelt wird. Das Komitee prüfte, wie die Fähigkeiten des JSEC weiterentwickelt werden können, um künftigen Herausforderungen gerecht zu werden – etwa in den Bereichen logistische Koordination und multinationale Zusammenarbeit.

Der Besuch unterstrich die Bemühungen der NATO, die Verteidigungslogistik und die schnelle gerichte zu verbessern. Die Rolle des JSEC bei der Unterstützung von Operationen in ganz Europa wird weiterwachsen, wobei die internationale Beteiligung zunimmt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Fähigkeit des Bündnisses zu stärken, auf neue Bedrohungen und rascher zu reagieren.