Nagelsmann lässt Mittelstädt überraschend aus dem DFB-Kader für WM-Quali fallen
Enrico HerrmannNagelsmann lässt Mittelstädt überraschend aus dem DFB-Kader für WM-Quali fallen
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Maximilian Mittelstädt von der VFB Stuttgart für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele nicht nominiert. Die Entscheidung fällt trotz Mittelstädts konstanter Leistungen sowohl im Verein als auch in der deutschen Fußballnationalmannschaft in den vergangenen 18 Monaten. Nagelsmann informierte den Spieler persönlich in einem Telefonat letzte Woche über seine Nichtberücksichtigung.
Mittelstädt ist seit seinem Debüt im März 2024 eine Schlüsselfigur für die deutsche Fußballnationalmannschaft. In den letzten eineinhalb Jahren etablierte er sich als unangefochtener Stammspieler auf der Linksverteidigerposition und bestritt 15 Länderspiele. Zwar konkurrierte er mit anderen defensiven Außenbahnspielern, doch setzte er sich regelmäßig gegen seine Mitbewerber durch und erhielt mehr Einsatzzeit.
Auf Vereinsebene gehört der 28-Jährige seit Jahren zur Stammelf: Mit 211 Bundesliga-Spieler-Partien für Hertha BSC und die VFB Stuttgart zählt er zu den erfahrensten Akteuren der Liga. Zudem steuerte er aus der Abwehr fünf Tore bei. Trotz seiner Erfahrung und aktuellen Form entschied sich Nagelsmann gegen eine Nominierung für die Spiele gegen Luxemburg und Nordirland.
Die Nichtberücksichtigung bedeutet eine seltene Pause für Mittelstädt, der sich in der deutschen Fußballnationalmannschaft längst als fester Bestandteil etabliert hatte. Während Innenverteidiger wie Marvin Friedrich und Jonathan Tah andere Rollen einnehmen, sicherte ihm seine Spezialisierung als Linksverteidiger bisher stets einen Platz im Kader – bis jetzt.
Sein Fehlen bietet nun einem anderen Spieler die Chance, die Position des Linksverteidigers im Team zu übernehmen. Nagelsmanns Entscheidung deutet auf einen Wechsel in der Personalpolitik hin, auch wenn Mittelstädt im Verein weiterhin zur Stammformation gehört.






