MTV Wolfenbüttel und Stadt streiten um überraschende Platzsperrung im Meesche-Sportpark
H.-Dieter ReuterMTV Wolfenbüttel und Stadt streiten um überraschende Platzsperrung im Meesche-Sportpark
Ein Streit ist zwischen dem MTV Wolfenbüttel und der Stadtverwaltung über die Schließung des Hauptplatzes im Meesche-Sportpark entbrannt. Die Spieler des Vereins werfen der Stadt vor, den Platz ohne Vorwarnung gesperrt zu haben. Die Stadt beharrt hingegen darauf, alle notwendigen Verfahren eingehalten und bereits im Mai von allen Vereinen die wichtigsten Termine angefordert zu haben.
Die Stadt hatte eine verpflichtende vier- bis fünfwöchige Ruhe- und Sanierungsphase für den Platz angesetzt. Bei der Entscheidung wurden Personalressourcen und die Auslastung in der Hauptsaison berücksichtigt. Dennoch musste der MTV Wolfenbüttel Freundschaftsspiele absagen, darunter ein Spiel gegen den HSC Hannover.
Der Verein hat sein Training inzwischen nach Adersheim verlegt und dort bereits die erste Einheit abgehalten. Die Stadt betont, dass dem MTV Wolfenbüttel weiterhin alternative Plätze im Meesche-Park und an der Halberstädter Straße zur Verfügung stünden. Um die Situation zu entspannen, gewährte die Stadt trotz organisatorischer Herausforderungen einen vorzeitigen Zugang zum Hauptplatz ab dem 14. Juli.
Die Sperrung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der MTV Wolfenbüttel auf die kommende Saison in der Landesliga vorbereitet – nach dem Abstieg aus der Oberliga. Die Stadt weist jede Schuld von sich und lehnt es ab, für mögliche finanzielle Verluste verantwortlich gemacht zu werden. Sie fordert eine bessere Planung und professionellere Kommunikation seitens des Vereins, um künftige Konflikte zu vermeiden.
Die Stadtverwaltung steht hinter ihrer Entscheidung und wiederholt ihre Forderung nach einer verbesserten Zusammenarbeit. Der MTV Wolfenbüttel trainiert weiterhin an einem Ausweichstandort. Der Hauptplatz bleibt vorerst bis mindestens Mitte Juli wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.
