Mordprozess: Mann soll Frau im Sindelfinger Wald getötet und Leichnam versteckt haben
Paula GumprichLeiche im Frosch Tunnel: Mann wegen Mordes an Frau vor Gericht - Mordprozess: Mann soll Frau im Sindelfinger Wald getötet und Leichnam versteckt haben
Ein 46-jähriger Mann muss sich seit Mai 2025 vor Gericht verantworten, beschuldigt des Mordes an einer 38-jährigen Frau im Sindelfinger Wald. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Tat, die laut Anklage Ende Februar 2024 verübt worden sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, das Opfer auf dem Heimweg mit ihrem E-Scooter überfallen und ihre Leiche anschließend in einem Amphibientunnel unter einer Straße versteckt zu haben.
Die Frau und der Beschuldigte kannten sich seit Herbst 2024. Anfang 2025 war es zwischen ihnen wiederholt zu Streitigkeiten gekommen, wobei die Ermittler die genauen Hintergründe der Konflikte nicht preisgaben. Laut Obduktionsbericht starb die Frau durch massive Gewalteinwirkung im Halsbereich.
Ihr Leichnam blieb über ein Jahr lang unentdeckt, bis ein Forstmitarbeiter ihn im Mai 2025 fand. Vier Wochen später nahm die Polizei den Verdächtigen fest. Der auf neun Verhandlungstage angesetzte Prozess soll voraussichtlich bis Mitte März abgeschlossen sein.
In einem separaten, nicht damit zusammenhängenden Fall war ein 29-jähriger Mann aus Selb im Frühjahr 2025 zwar von dem Vorwurf mehrfacher Vergewaltigung dreier Ex-Partnerinnen freigesprochen worden. Allerdings wurde er wegen der Quälerei und Beleidigung mehrerer ehemaliger Freundinnen verurteilt. Eine der Geschädigten legte gegen den Freispruch Revision ein.
Im aktuellen Verfahren wird die Beweislage gegen den Angeklagten geprüft, darunter die Vorwürfe, er habe die Leiche in einem Amphibientunnel versteckt. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Prozess folgt auf monatelange Ermittlungen, nachdem die sterblichen Überreste des Opfers mehr als ein Jahr nach ihrem Tod entdeckt worden waren.