Mobilitätswende vor der Landtagswahl 2025: Was Baden-Württemberg wirklich erreicht hat
H.-Dieter ReuterMobilitätswende vor der Landtagswahl 2025: Was Baden-Württemberg wirklich erreicht hat
Mobilität wird zum Schlüsselthema in Baden-Württemberg vor der Wahl 2025
Im Vorfeld der Landtagswahl 2025 hat sich die Mobilität in Baden-Württemberg zu einem zentralen Streitpunkt entwickelt. Alle großen Parteien haben in ihren Wahlprogrammen verkehrspolitische Vorhaben besonders hervorgehoben. Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie weit die Umsetzung früherer Versprechen in diesem Bereich gediehen ist.
Eine Untersuchung der Hochschule RheinMain hat die Verkehrsziele aus dem Koalitionsvertrag von 2021 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Rund 75 Prozent von knapp 100 Maßnahmen im Bereich Mobilität und Verkehr sind entweder bereits umgesetzt oder in Bearbeitung. Schwerpunkte lagen dabei auf der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, dem Ausbau der Radinfrastruktur sowie der Förderung kommunaler Verkehrsprojekte.
Der Bericht verweist jedoch auch auf zögerliche Fortschritte bei ehrgeizigeren Reformen. Zwar gebe es in einigen Bereichen klare Erfolge, doch der politische Wille zu einer umfassenden Verkehrswende wirke insgesamt verhalten. Die Fußgängermobilität hingegen spielte in den analysierten Parteiprogrammen kaum eine Rolle.
Die Parteien selbst verfolgen unterschiedliche Ansätze: Während einige am Status quo festhalten wollen, fordern andere grundlegende Veränderungen. Die Studie bewertete dabei nicht die Haltung der Opposition zur Arbeit der Koalition – sie konzentrierte sich allein auf die Umsetzungsquoten.
Die Ergebnisse deuten auf stetige Fortschritte im Rad- und Öffentlichen Verkehr seit 2021 hin. Dennoch bleiben Lücken, insbesondere bei fußgängerfreundlichen Konzepten und mutigeren Reformvorhaben. Da die Mobilitätspolitik nun im Mittelpunkt der Wahlprogramme steht, könnte die Landtagswahl 2025 entscheidend prägen, wie sich diese Prioritäten weiterentwickeln.






