28 December 2025, 07:26

Mercedes setzt auf China-Tech und erreicht Aktien-Rekord trotz US-Dieselvergleich

Ein Mercedes-Benz-Fahrzeug fährt auf der Straße neben einem anderen Fahrzeug.

Mercedes setzt auf China-Tech und erreicht Aktien-Rekord trotz US-Dieselvergleich

Mercedes-Benz hat in den letzten Tagen zwei bedeutende finanzielle Schritte unternommen. Das Unternehmen investierte rund 191 Millionen US-Dollar, um einen 3-Prozent-Anteil an dem chinesischen Technologieunternehmen Chongqing Qianli Technology zu erwerben. Gleichzeitig stieg der Aktienkurs des Konzerns auf einen Rekordwert von 70,10 US-Dollar pro Aktie.

Der deutsche Automobilhersteller schloss ein Geschäft im Wert von etwa 1,34 Milliarden Yuan (rund 191 Millionen US-Dollar) ab, um einen 3-Prozent-Anteil an Chongqing Qianli Technology zu übernehmen. Durch diese Investition wird Mercedes-Benz zum fünftgrößten Anteilseigner des chinesischen Unternehmens. Die Partnerschaft verschafft dem Autobauer Zugang zu fortschrittlichen "Smart-Cockpit"-Technologien und Fahrassistenzsystemen, die speziell auf den asiatischen Markt zugeschnitten sind.

Unterdessen einigte sich das Unternehmen in den USA in einem Vergleich auf die Zahlung von etwa 150 Millionen US-Dollar, um Vorwürfe im Zusammenhang mit Dieselabgasen beizulegen. Die Zahlung regelt rechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit der Einhaltung von Abgasvorschriften, ohne dass ein Fehlverhalten eingeräumt wurde.

Die Ankündigungen fielen mit einem deutlichen Anstieg des Mercedes-Benz-Aktienkurses zusammen, der mit 70,10 US-Dollar ein Allzeithoch erreichte. Investoren reagierten positiv auf die strategische Expansion in den Bereich der Automobiltechnologie sowie die Beilegung der rechtlichen Herausforderungen.

Das Geschäft stärkt die Position von Mercedes-Benz auf dem wachsenden chinesischen Markt für vernetzte Fahrzeugtechnologien. Mit der rechtlichen Einigung im Rücken und steigenden Aktienkursen konzentriert sich das Unternehmen nun darauf, neue digitale Lösungen in seine künftigen Modelle zu integrieren. Die Investition deutet zudem auf eine vertiefte Zusammenarbeit mit asiatischen Technologiepartnern in den kommenden Jahren hin.