23 December 2025, 18:52

Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Ein Kraftfahrzeug steht auf einem steinbedeckten Boden mit Feuerlöschern, die an der Wand neben ihm angebracht sind.

Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Kleiner Vorfall im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg während Routinetransporten

Im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg ist es während routinemäßiger Transportarbeiten zu einem kleineren Zwischenfall gekommen. Dabei lösten sich versehentlich asbesthaltige Fugenabdichtungen von einem Betonträger in Block 2. Der Betreiber EnBW meldete den Vorfall im Dezember 2025 im Rahmen der laufenden Stilllegungsarbeiten.

Der Zwischenfall ereignete sich, als Mitarbeiter geplante Transportvorgänge innerhalb der Anlage durchführten. Nach der Entdeckung wurde der betroffene Bereich umgehend geräumt und abgesperrt. Die Öffnung wurde provisorisch mit brandhemmender Folie abgedichtet.

Die Brandschutzfunktion des Betonträgers war für etwa 24 Stunden beeinträchtigt. Sämtliche anderen Brandmelde- und Löschsysteme blieben jedoch durchgehend voll funktionsfähig. Die Behörden stuften den Vorfall in die Kategorie N ein und bewerteten ihn mit INES 0 – was auf eine sehr geringe oder keine sicherheitstechnische Bedeutung hindeutet. Eine spätere Untersuchung ergab, dass die Arbeitsplanung verbessert werden könnte, um betriebliche Unterbrechungen besser zu berücksichtigen. Es wurden keine Asbestfasern in die Umwelt freigesetzt, und keine Mitarbeiter waren einer Gefährdung ausgesetzt.

Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf das Personal, die Bevölkerung oder die Umgebung. EnBW hat die Notwendigkeit strengerer Vorsichtsmaßnahmen bei künftigen Stilllegungsarbeiten anerkannt. Die Anlage wird ihre Abschaltung weiterhin unter behördlicher Aufsicht fortsetzen.